Teil eines Werkes 
[Des ersten Bandes Erstes Stück] (1783)
Einzelbild herunterladen

102

Luft leer gemacht war, und der Verſuch wiederholt wurde; ſo wurde keine Veraͤnderung, welche es auch ſeyn mochte, bey dem Alkali wahrgenommen. Eſſai ſur' Electricité par Mr. le Comte de la Copede Vol. I. p. 155.

Viertens, wenn Bley und Queckſilber in einer, zum Theil mit gemeiner Luft angefuͤllten, Phiole ge⸗ ſchuͤtteit wird, ſo wird dieſe Luft um ein Viertel ver⸗ ringert werden, und das Ruͤckbleibſel wird man voͤllig pflogiſtiſirt finden: die Verringerung wird noch groͤßer ſeyn, wenn die Phiole depflogiſtiſirte Luft enthaͤlt; (1 Pr. 149.) das Bley wird in Kalch verwandelt, indem die Verkalchung die bekannte Wirkung von der Amalgamation der unedlen Metalle iſt; und die⸗ ſer Kalch ſaugt die erzeugte fixe Luft ein, denn Dr. Prieſtley trieb dieſe Luft davon aus,(1. Pr. 144) und daher kracht ein Amalgama von Bley und Mercurius, wenn es erhizt wird*). Woher konnte dieſe fixe Luft anders entſtehen, als von der einathmungsfaͤhigen Luft? denn gewiß, weder Bley noch Queckſilber enthalten einige.

Wenn man auf obige Verſuche aufmerkſam iſt, ſo wird die Antwort auf die zweyte Frage eben ſo leicht ſeyn. Es iſt gewiß, daß gemeine Luft nicht

aus einem Viertel ihres Umfangs fiper Luft beſteht: denn wenn ſie es thaͤte, ſo muͤßten die uͤbrigen drey Viertel depflogiſtiſirte Luft ſeyn; und wenn dies waͤre, ſo muͤßte das abſolute Gewicht einer Miſchung von

*) 1. Malouin 105.

O

x