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Luftarten gemacht iſt, aufgenommen wird, wie Herr Bewly unleugbar bewieſen hat: und daher kommt es, daß, wenn nicht eine große Menge Kalchwaſſer gebraucht wird, ſo daß die Salpeter⸗ ſo⸗ wohl, als die Luftſaͤure darauf wirken koͤnne; ſo wird keine Niederſchlagung des Kalchs vorgehen, wie Herr Fontana bemerkt hat: denn die Salpeter⸗ ſaͤure wird ſich des Kalchs vorzuͤglich vor der Luft⸗ ſaure bemaͤchtigen. Dr. Prieſtley hat wirklich be⸗ merkt, daß wenn eine mit Salpeterluft angefuͤllte Blaſe, in Kalchwaſſer getaucht wurde, ſolche einen Niederſchlag von Kalch auf der Oberflaͤche des Waſ⸗ ſers bewirkte.(1. Pr. 213.) Aber er geſteht an einem andern Orte, daß dieſes von der Un⸗ faͤhigkeit der Blaſe, Salpeterluft einzuſchließen, entſtehe,(1. Pr. 76 und 128.) welches Herr Beaume lange vorher ebenfalls bemerkt hat. (Beaume uͤber den Aether 285). Das Pflogiſton geht durch die Blaſe, und vereinigt ſich ſehr genau mit der gemeinen Luft*). Auſſerdem wirkt Salpe⸗ terluft auf die Blaſe ſelbſt und ziehet fixe Luft daraus. (1 Pr. 214) Folglich auch, wenn man Regen⸗ waſſer, durch ſorgfaͤltiges Kochen und Befreyung von ſeiner eigenen Luft, geſchicktmacht, eine Menge Salpeterluft einzuſchlucken, ſo wird es ſolche, wenn man es wiederkocht, ſo rein zuruͤck geben wie zuvor; aber wenn man gemeines Waſſer, auf dieſelbe Art, Salpeterluft einſchlucken laͤßt; ſo wird es beym Ko⸗
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*) 3. Pr. 156,
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