Teil eines Werkes 
[Des ersten Bandes Erstes Stück] (1783)
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macht wird*). Der Theil alſo, welchen die Luft verliert, wird von dem Kalch aufgenommen, wobey man denn findet, daß er daſſelbe Gewicht gewinnt, welches die Luft verliert. Nun aber iſt die Luft, welche im Kalch enthalten iſt, fixe Luft; denn Herr Capoiſier hat ebenfalls bemerkt, daß bey der Ver kalchung des Bleyes durch Sonnenhitze, uͤber Kalch waſſer, das Waſſer ein wenig truͤbe gemacht wur⸗ de**). Es ift gewiß, daß Dr. Prieſtley in einem aͤhnlichen Verſuche dieſe Truͤbheit nicht bemerkte; aber er beurtheilt dieſen Umſtand ſehr richtig, indem er behauptet, daß der Bleykalch die fixe Luft vorzuͤg⸗ licher verzehre, als der Kalch. Und dieſe Behaup⸗ tung iſt nicht willkuͤhrlich; denn von den metalli ſchen Kalchen, und beſonders von dem Bleykalch, iſt bekannt, daß ſie die ſipe Luft ſo ſtark anziehen als lebendiger Kalch, oder vielmehr noch ſtaͤrker***): und was dieſe Materie auſſer allen Zweifel ſezt, iſt, daß die Bleykalche alle, fixe Luft geben, und inſon⸗ derheit der graue Bleykalch, welcher derjenige iſt, welchen Dr. Prieſtley in dem Verſuche, worauf ich mich beziehe, anwandte; dieſer giebt durch Hitze blos fixe Luft. Andre Bleykalche geben naͤchſt der ſixen Luft, auch depflogiſtiſirte Luft; aber ich werde eben⸗ falls zeigen, daß dieſes urſpruͤnglich fixe Luft gewe⸗ ſen ſey.

Wenn

*) Mem. Par. 1774.

*) 1. Caooiſier 291.

* ρ*£) Vogel§. 599. 2. N. Act. Upſal. 240. IX. Mem, Scav. Etrang. 544.

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