Vorbericht.
wird durch hinzukommendes Brennbares zu weiſſem Arſenick; allein eben jene Saͤure, in ver⸗ ſchloſſenen Gefaͤſſen einem ſtarken Feuer ausge— ſezt, wird auch wieder zu weiſſem Arſenick: ſcheint alſo das hinzukommende Feuer nicht das Phlogi⸗ ſton zu erzeugen? Ein hoͤchſt reiner dephlogiſti⸗ ſirter Salpetergeiſt, der in einem glaͤſernen, ſorg⸗ faͤltigſt verſchloſſenen Gefaͤſſe, den Lichtſtrahlen ausgeſezt wird, erhaͤlt wieder, nach Herrn Prof. Black, Phlogiſton.—— Das mineraliſche Turbith, das aͤtzende und verfuͤßte Queckſilber, das ſpaniſche Weiß, werden an der Sonne auf der Oberflaͤche ſchwarz; der Wismuth wird, wie in phlogiſtiſirter Luft, violett. Scheint aus allem dieſen nicht eine Erzeugung des Brennbaren durch Huͤlfe des Lichts zu folgen?(obgleich Herr Sennebier nicht glaubt, die Wiederherſtellung der Queckſilber und Silberkalche beweiſe den Satz, daß das Licht, als ein phlogiſtiſirter Koͤrper wirke.) Mich duͤnkt, es moͤchten nur zwey Wege uͤbrig ſeyn, dieſe Erſcheinungen zu erklaͤren: entweder anzunehmen, daß das Brennbare, d. i. die entzuͤndbare Luft, durch die Glaͤſer dringe: (welches den bisherigen Erfahrungen, beſonders auch der ſonſtigen Natur der Luft, nicht gemaͤß iſt:) oder zu zugeſtehen, daß ſich aus andern Subſtanzen, durch hinzukommende, oder in Bewegung geſezte Feuertheile, das Phlogiſton erzeugen koͤnne: man muͤßte denn ſogar noch den Satz annehmen wollen, daß die in oder um ſolche eingeſchloſſene Koͤrper befindliche Luft hinlaͤngli⸗ ches Phlogiſton enthalte, welches durch die Licht⸗
b ſtrahlen


