Teil eines Werkes 
[Des ersten Bandes Erstes Stück] (1783)
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Vorbericht.

Es iſt wahr, dieſe Bemerkungen, die ich, aus den freundſchaftlichen Briefen des Herrn R. Kirwan uͤber dieſe Gegenſtände, großen Theils gezogen habe, heben faſt alle gegentheilige Ver⸗ muthungen; indeſſen ſcheinen mir doch noch ei⸗ nige Thatſachen uͤbrig, in denen eine Erzeugung des Phlogiſtons zu geſchehen ſcheint; in welchem Folle es freylich allerdings folgen wuͤrde, daß das Phlogiſton zuſammengeſezt ſey. Es iſt bekannt, daß die gruͤne Farbe der Pflanzen von einem harzigen Weſen abhange, das ſich auf verſchiedene Weiſe ausziehen laͤßt: und das alſo viel Phlogiſton enthaͤlt. Auf der andern Seite iſts wiederum bekannt, daß Pflan⸗ zen, die, vor allem Zutritt des Tageslicht(denn ein kuͤnſtliches wirkt nichts) verwahrt, wachſen, nur gelbliche und weiſſe Blaͤtter bekommen und ohne allen Geſchmack und Geruch ſind(Vid. cel. Hope in cl. Lindſay Diſſ. de Plantar. inerementi caufſſis Edinburg. 1781. p. 34.) Eben dieſe Verſuche hat noch neuerlich Herr Sennebier*) wiederholt. Sobald man hergegen dieſe blaßen Pflanzen dem Tageslichte ausſezt, werden ſie nach und nach gruͤn. Hier ſcheinen alſo die, in dem *) Memoires phyſico chymiques fur l' influence de la lumiere ſolaire, pour modifier les étres des trois regnes de la nature; et furtout ceux du Vegetal. III. Tom. 1782. Ich habe noch nicht Gelegenheit gehabt, dies ſchaͤtzbare Werk ſelbſt zu leſen; ſondern kenne es nur aus den Goͤtting. An⸗

zeigen von gelehrten Sachen.(Stuͤck. 51. J. 1783.