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Um die Grade der Verwandſchaft zu beſtim⸗ men, hat Hr. Geoffroy es als eine allgemeine Re⸗ gel feſtgeſezt, daß wenn zwey Subſtanzen verbun⸗ den ſind und eine davon verlaͤßt die andre, um ſich mit einer dritten zu verbinden; ſo muß man ſagen, diejenige welche ſich ſo mit dieſer dritten Subſtanz vereinigt, habe eine groͤßere Verwandſchaft damit, als mit der Subſtanz welche ſie verlaſſen hat. Die⸗ ſes iſt ohnſtreitig der Fall, wenn nur zwey anzie⸗ hende Kraͤfte in Betracht kommen. Wenn alſo Se⸗ lenit durch ein kauſtiſches fixes Alkali zerſezt wird; ſo erhellet, daß die Vitriolſaͤure eine ſtaͤrkere Ver⸗ wandſchaft mit den Alkali als mit der Erde hade. Aber in einigen Faͤllen iſt eine, dem Anſcheine nach, einfache Zerſetzung, in der That eine doppelte, und das Reſultat der Wirkung mehr als zweyer Kraͤfte: und dann iſt es nicht leicht zu wiſſen welche die groͤßeſte ſey, noch auch folglich den Grad der Anzie⸗ hung zu beſtimmen; z. B. die Vitriolſaͤure verbin⸗ det ſich mit einem milden fipen Alkali, und treibt die fixe Luft davon aus; doch folgt nicht, daß die Vi⸗ triolſaͤure durchaus das Alkali ſtaͤrker anziehe, oder ſtaͤrker davon angezogen werde als die Luftſaure; denn obgleich hier nur eine einfache Zerſetzung er⸗ ſcheint; ſo findet doch in der That eine Art der dop⸗ pelten Zerſetzung ſtatt, weil die Vitriolſaͤure ihr Feuer der Luftſaͤure abgiebt, indeß die Luftſaͤure das Alkali der Vittiolſaͤure uͤberlaͤßt; und ſo moͤchte wohl eine Zerſetzung ſtatt haben, wenn man ſelbſt vorausſezte, daß die Verwandſchaft beyder Saͤu⸗ ren mit dem Alkali, gleich ſey: um alſo eine Ge⸗
Kirw. Verſ. 1. B. 2. St. C wißheit


