Teil eines Werkes 
Des ersten Bandes Zweytes Stück (1785)
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keit, weil auf dieſem Grunde die Chemie, als Wiſſenſchaft betrachtet, zulezt beruhen muß. Ob⸗ gleich bereits vieles gethan, und manche allgemei ne Bemerkung uͤber dieſen Punkt gemacht worden iſt; ſo haben ſich doch ſo mancherley Ausnahmen gefunden, ſogar gegen ſolche Bemerkungen, welche auf den ſtaͤrkſten Gruͤnden zu beruhen ſchienen, daß man nicht nur ſehr von einander abweichende Ta⸗ bellen uͤber die Verwandſchaft gemacht hat, ſondern daß auch verſchiedene ſehr geſchickte Chemiſten zweifel⸗ haft geworden ſind, ob ein gewiſſes allgemeines Geſetz uͤberhaupt angenommen werden koͤnnte. Aber wie der ſcharfſinnige Bergmann ſehr wohl bemerkt, ſo waͤre es vernunftmaͤſſiger, die Umſtaͤnde dieſer Aus⸗ nahmen zu unterſuchen, welche ohnſtreitig von der Vereinigung neuer Kraͤfte entſtehen, und Regeln mit ſolchen Einſchraͤnkungen feſtzuſetzen, welche bey der Wirkung dieſer mit einander ſtreitenden Kraͤfte bemerkt ſind. Dieſes iſt der Plan welchen ich befolgt habe; aber ehe ich zu meiner Erklaͤrung ſchreite, muß ich dieſen Gegenſtand auf eine allgemeinere Art darſtellen.

Chemiſche Verwandſchaft oder Anziehung iſt diejenige Kraft, wodurch die unſichtbaren Theile verſchiedener Koͤrper ſich ſo genau vermiſchen und mit einander verbinden, daß ſie durch bloſſe mecha⸗ niſche Mittel nicht von einander getrennet werden koͤnnen. In dieſem Betracht unterſcheidet ſie ſich von der magnetiſchen und elektriſchen Anziehung. Sie unterſcheidet ſich auch von der Anziehung des

Zuſam⸗