Teil eines Werkes 
Erster Theil (1802)
Entstehung
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wird leichten Boden ſHwerliH jemals unfruchtbar maden. So laſſen ſim die ſo widerſprehende Mei» nungen über die 2Sürfung des Mergelns vereinigen, welche jeder mit ſeinen Erfahrungen belegt, ohne aber anzuführen, was er für Mergel nahm, wie ſein Bo» den war, wie er dieſen nach der Mergelung behan- delte, und was er alles von ihm verlangte.

Cs iſt übrigens Regel, den Mergel, da man ihn gewöhnlich ziemlich tief herausgraben muß, und er alſo wie, die wilde Erde zu betrachten iſt, vor dem

Gebrau< einen, auh zwei Winter an der Luft ver-

wittern zu laſſen, damit er fähiger zur Vermiſchung

mit dem Ader, und zur Einwürkung auf denſelben werde*).;

Der Gyps hat den Oeconomen nod) viel mehr zu ſcHaffen gemacht; er zeig:e zuweilen die duffallend- ſte, dann wiederum gar keine Würkung; er wird ge- wöhnlim ungebrannt, fein ze:malmt, im Srübjahr bei der lebhafteſten Begetation und ſeu<ter Witte- rung, über S&lee und Hülſenfrüchte ausgeſtreut, die darnach in Kurzem ein lebhaftes Anſehen und ſchnel- fen Wachsthum zeigen. Mean nennt dies in Nieder-

ſachſen: Duchſen. Die oft ganz entgegengeſeßt bes

*) Die Mergeldüngung iſt ſchon in frübern Zeiten in hieſiger Gegend berüfſichtig. Geit dem Jahr 1766 ſind auf Ber» anlaſſung eines an die Kurmärk. Kammer erlaſſenen Dis rectorial NReſcripis v. 22 Juny 1766 in den Kurm. Aemtern viele Verſuche mit Aufjuchung des Ndergels und dem Mer» geln gemacht worden; die inzwiſchen feinen rechten Erfolg gehabt zu haben ſcheinen, wenn gleich auf Beranlaſſung des, Direct. Reſc. v. 10: März 1778 dieſer Gegenſland von der 2c. Kammer augelegentflich empfohlen worden zf.

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