Teil eines Werkes 
2 (1828) Wirthschafts-Plane und Entwürfe für die Rochsburgischen Wirthschaften für die Jahre 1803-1825 : nebst nachträglichen Bemerkungen über den Gang derselben in der letzten Zeit bis zu und nach dem Tode des Grafen Schönburg vom Herausgeber
Entstehung
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300 Nachtraͤgliche und Schluß⸗Bemerkungen

Ihre Fuͤtterung war, wie ſonſt, ferner reichlich und gut; und ob ſie gleich noch in ihrer ganzen Qualitaͤt der Stammſchaͤferei wohl nachſtand, ſo war ſie doch mit eine der aͤlteſten feinen Schaͤfe⸗ reien Sachſens, und in der Mutterheerde vorzuͤglich auch ſehr ſchoͤn; nur nicht ſo groß, und ganz ſo reich- und gleichwollig, wie jene. Auch wurde fuͤr ihre Wolle immer zu gleichem Preiſe, wie die jener, beim Verkauf accordirt.

Ad) Die Hammelſchaͤfereien in Berthels⸗ dorf, Mohsdorf und Mittelfrohne beſtanden aus ſoviel Stuͤcken, daß ſie mit den Hammeln der Triftſchaͤferei zuſammen 2000 Stuͤck ausmachten: und demnach wurden jetzt im Ganzen auf den Graͤflich Schoͤnburgiſchen Guͤtern incl. Mit⸗ telfrohne

circa 3000 Schafe gehalten.

Dieſe Hammelſchaͤfereien wurden theils mit gruͤnem Futter im Stalle, theils mit Weide und Spuͤhlig von den Brandtwein⸗ brennereien in Mittelfrohne und Berthelsdorf, und auch mit Traͤbern von der Bierbrauerei in Frohne unterhalten*). Dieſes Vieh war theils aus der Triftſchaͤferei genommen, theils aus be⸗

nachbarten feinen Schaͤfereien gekauft worden: und allerdings war

die Wolle, zumal die dieſer letztern Thiere, der der erſtern Schafe nicht gleich zu ſtellen; und vornehmlich fand ich in Mittelfrohne Hammel, deren Wolle nur circa 17 18 20 Rthlr. pro Stein damals galt. Dieſe Hammel waren aber auch, bei der reichen Fuͤtterung, ſehr ſtark, und wurden als Maſthammel um gute Preiſe verkauft, damals zu 8 10 Rthlr. das Paar.

Es war indeß der Plan, nach und nach nur feinſtes, und

auter eigends zugezogenes Rochsburgiſches Vieh hier zu halten,

und dieſe Hammelſchaͤfereien in der Folge aus ſolchen in Zuchtſchaͤ⸗ fereien zu verwandeln; weil naͤmlich von 1824 an durchaus keine Zuchtſchafe mehr, und auch nur wenig Staͤhre verkauft werden ſollten,(und erſtere auch wirklich, bis auf eine ganz

*) In Mittelfrohne fand ich damals zwiſchen 5 und 600 Hammel, die im Sommer im Stall. mit Klee, und zweimal mit Schlempe oder Spühlig, und im Winter mit dieſem, und 1 ½ Pfund Heu pro Stück, und mit Stroh gefüttert wurden.

kleine Nerz zucht in R

ner wollte

noch dem Contt und