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des Grafen H. E. v. Schoͤnburg. 17
Vorſtehende Feldereintheilung hat nun gewiß ſehr vieles Gute; nur ſetzt ſie mehrere Kraͤfte des Bodens voraus, als man vernuͤnftigerweiſe annehmen kann. Folgende Fruchtordnung ſcheint mehr fuͤr fortdauernde Verbeſſerung zu verſprechen, naͤmlich:
Wicken, geduͤngt; Korn; Erbſen, nach Beſchaffenheit Ruͤ⸗
ben; Hafer mit Klee, geduͤngt; Klee; Erdaͤpfel.
Da jedoch bei dieſer Eintheilung wieder zu wenig Einnahme an Koͤrnern iſt, ſo wird folgende Einrichtung vorgezogen, bei der jedoch das neue Land zur fortdauernden Futter⸗Erzeugung gewid⸗ met bleibt:
Hafer und Klee, geduͤngt; Klee; Gerſte, wird geduͤngt zu
Erdaͤpfel; Korn; Erbſen; nach Beſchaffenheit des Feldes fol⸗
gen Ruͤben.
Dieſe Feldereintheilung,— wovon die Tabelle sub C(S. 19) das Mehrere beſagt, ſcheint der vorhergehenden, wo
Wicken geduͤngt, Korn, Erbſen, Hafer und Klee geduͤngt,
Klee, Erdaͤpfel
einander folgten, um deswillen nachzuſtehen, weil
a) in derſelben nur zwei Getreidefruͤchte, in der angenomme— nen aber deren drei ſind;
b) weil das Korn beſſer berathen iſt, wenn es nach Wicken, als nach Erdaͤpfeln folgt.
Die Gruͤnde, welche aber demungeachtet zur Annahme der Fel⸗ dereintheilung quaest. bewogen, ſind folgende:
1) dieſe Einrichtung gewaͤhrt mehr Einnahme durch Koͤrner, indem X des Feldes mit Gerſte beſaͤet wird;
2) das Gerſtenſtroh und die Ueberkehr davon werden von den Schafen gern gefreſſen, und iſt ein ziemlicher Erſatz fuͤr die Wicken, zumal da
3) das neue Land in Berthelsdorf zur Erzeugung von Fut⸗ ter ganz allein verwendet wird.— Dies iſt der Haupt— grund, warum die Haͤlfte des Feldes zum Koͤrner-Ertrag beſtimmt worden.
Warum aber iſt auf geduͤngtes Feld lieber Hafer und Klee, als Gerſte und Klee angenommen worden? Dies iſt geſchehen, weil
1) mein Feld ſchon ſehr lange Hafer, aber noch niemals Gerſte getragen; letztere wird mithin in der Kleeſtoppel beſ— ſer gerathen;
Schoͤnburg. Wirthſch II. 2


