8 Wirthſchafts⸗Plane und Entwuͤrfe.
3) 18 Scheffel Kornſtoppel;
4) die Behutung von 13 Scheffel Kleeland nach der zweiten Erndte bis zur Duͤtigung;
Vielleicht auch
5) die Behutung des jungen Klees.
Es duͤrfte,— mit Ausnahme der magerſten Felder,— am Beſten ſeyn, ſaͤmmtlichen Duͤnger auf das Nuͤbſenſeld zu fah⸗ ren, und im 4ten Jahre mit Kalk, nach Behrends Methode, zu duͤngen; jedoch 13 Scheffel Kalk auf den Scheffel Kornland zu bringen. Es ſcheint mir auch, daß der Kalk bei der 4ten Frucht, naͤmlich bei den Erdaͤpfeln, um deßwillen am beſten an— gewender iſt,
1) weil er auf keine andere Art mit dem Boden,— deſſen fruchtbare Theile er doch entwickeln, folglich mit ihnen in Beruͤhrung kommen muß,— inniger vermiſcht werden kann, als durch die vielfaͤltige Bearbeitung des Erdaͤpfel⸗ feldes;
2) weil er, bei den Erdaͤpfeln angewendet, hoͤchſt wahrſcheinlich
den Verwuͤſtungen der gelben Made ein Ziel ſetzen, und den Hederich zerſtoͤren wird, ſo wie alles Unkraut mit oͤli⸗ gem Samen;
3) da der Kalk ganz natuͤrlich im Fruͤhjahr vor dem Eineggen des Erdaͤpfelfeldes aufgefahren wird, ſo wird dadurch die Winterbeſtellung nicht verzoͤgert.
Uebrigens faͤllt die Methode von Behrends,— weil ſie zu viele Koſten macht, und die zur Vermiſchung noͤthige Erde nicht aufzutreiben iſt,— ganz weg. Die Quantitaͤt von Kalk auf 1 Scheffel Kornland, Peniger Maaß, wird auf 12 Scheffel beſtimmt.
Die Haͤlfte des Duͤngers auf der gemeinſch haftlichen Schaͤfe— rei, der Duͤnger meiner Pferde, und einige Duͤngung, welche bei den Rochsburger Einwohnern zu bekommen, rechtfertigt den Ruͤbſenbau.


