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Der praktische Rieselwirth : Anleitung, natürliche Wiesen durch Bewässerung in ihrem Ertrage zu erhöhen und unfruchtbare Ländereien durch Wasser in fruchtbare Wiesen umzuschaffen ; nach eigenen Erfahrungen / von G. C. Patzig
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Treten noch ſehr ſchoͤne warme Tage ein, ſo unterlaſſe man am Tage das Waͤſſern und öffne die Schleußen nur des Abends

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7 1 81 murn 7[ 181 Nioſ. iſt jedoch die Witterung unfreundlich, ſo lege man die Wieſe

nur aller 3 Tage einen Tag lang trocken.

B) Unterhaltung der Bewäſſerungs⸗ wieſen.

§. 153.

io inorbaftune der aa, e e Die Unterhaltung oder praktiſch Pſlege der Bewaͤſſe⸗

rungswieſen erfordert, ganz nach der Ausdeh nung der bewaͤſſer⸗ ten Flaͤche, einen oder mehrere Aufſeher; ohne Aufſicht darf eine bewaͤſſerte Wieſe nie ſein, doch darf auch der Auf⸗ ſeher kein vornehmer Herr ſein, er darf nie ohne Waſſerſtiefeln

11 SSiVVo Ror 31 ſ und pe gehen. Es giebt auf einer Bewäſſerungswieſe

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jederzeit eine ſolche Maſſe von Kleinigkeiten, welche im Auge M

gehalten ſein wollen, daß man nie mehr als 200 M. Morgen Waͤſſerungswieſe einem Aufſeher anvertrauen darf, ſoll die Auf⸗ ſicht ſo vollzogen werden, wie man es wuͤnſcht. Der Auf⸗ ſeher iſt jedoch andererſeits keineswegsderjenige, welcher alle Reparaturen allein beſorgt, ſondern er iſt hauptſaͤchlich dazu da, alles Vorgefallene zu melden, kleine Ausbeſſerungen mit Ligener Hand zu berichtigen, in der Ernte Obacht auf die Maͤher, ſo wie auch auf die Fuhrleute zu ha⸗ ben, damit letztere nicht abſichtlich durch unvorſichtiges Fahren die Wieſe ruiniren und es dem Zugviehe erſchweren; mit einem

Worte, er muß fuͤr alles ſorgen und hauptſächlich in der Zeit

dafür Sorge tragen, daß nicht aus kleinen unſcheinbaren Din⸗

gen große koſtſpielige Reparaturen oder Storungen entſtehen,