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deshalb ſcheue man auch nicht, hat man die Opfer fuͤr die An— lage einer Bewaͤſſerungswieſe gebracht, alljaͤhrlich einige Depu⸗ tate einem Mann zu geben, welcher dafuͤr ſorgt, die Anlage nicht nur zu erhalten, ſondern dieſelbe durch gewiſſenhafte Aufſicht zu verbeſſern. Um die Pflege der Waͤſſerungswieſen ſpeciell ange⸗ ben zu koͤnnen, werde ich die vorkommenden Arbeiten nach den Jahreszeiten beſtimmen und mit dem Herbſt beginnen.
Der Herbſt iſt der Anfang des Rieſeljahrs(§. 140); ſobald der letzte Schnitt von den Wieſen hinweggeraͤumt iſt, er⸗ fordern dieſelben die groͤßte Aufmerkſamkeit des Rieſelwirths, dann beginnen die Arbeiten. Soll eine Waͤſſerungswieſe mit den Schafen beweidet werden, was durchaus nichts ſchadet, ſo muß dies vor der Raͤumung der Graͤben und Rinnen geſche⸗ hen, doch ſpaͤteſtens Anfang October aufhoͤren. Mit Rindvieh zu beweiden wird Niemand einfallen, es waͤre ein ſtrafbarer Frevel und koͤnnte dazu nur die groͤßte Hungersnoth oder Un⸗ wiſſenheit verführen. Iſt die Beweidung beendet, ſo muͤſſen alle Rinnen ſorgfaͤltig geraͤumt werden, aller daraus gewor⸗ fener Boden darf nicht am ganzen Grabenufer hin ausgebreitet, ſondern muß auf kleine Haͤufchen geſetzt werden; iſt die Raͤumung beendet, ſo laͤßt man Waſ⸗ ſer auf die Wieſe, um zu ſehen, wo etwa kleine Niederungen entſtanden ſind, man wird dieſelben ſogleich gewahr werden und verwendet zu ihrer Ausgleichung den aus den Rinnen gewonne⸗ nen Boden, oder auch dazu, um den Ufern der Rinnen wieder eine horizontale Uferkante zu geben. Iſt man jedoch uͤberzeugt, daß der Boden nicht ganz auf dieſe Weiſe verwendet werden kann, was jedoch ſelten der Fall ſein wird, ſo muß man gleich bei der Raͤumung der Rinnen denſelben in die Handkarre, welche man neben die Rinnen ſtellt, laden und von der Wieſe hinweg— ſchaffen. Die Raͤumung der groͤßern Graͤben wird man nicht


