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Der praktische Rieselwirth : Anleitung, natürliche Wiesen durch Bewässerung in ihrem Ertrage zu erhöhen und unfruchtbare Ländereien durch Wasser in fruchtbare Wiesen umzuschaffen ; nach eigenen Erfahrungen / von G. C. Patzig
Entstehung
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als 89 Wochen Zeit. Soll gemaͤht werden, ſo verfahre man wie im Monat Juni.

Die Bewaͤſſerung im Monat Auguſt. §. 151.

Iſt das Gras abgemaͤht und erwartet man noch eine dritte Schur, ſo verfahre man wie im Monat Juli mit der Bewaͤſſe rung. Soll jedoch die Maht erſt noch geſchehen, ſo waͤſſere man ſelten und feuchte nur die Wieſe allmaͤlig an. Iſt die Wieſe noch im Ertrage zuruͤck und findet die Maht erſt Ende des Monats ſtatt, ſo betrachte man die nachherige Bewaͤſſerung ſchon als duͤngend und waͤſſere anhaltend, ſobald das Futter hinweg iſt.

Auf moorigen Wieſen waͤſſere man in dieſem Monat, wenn das Futter hinweg gebracht iſt, beſonders ſehr anhaltend; gutes Waſſer, angewandt bei warmer Witterung, welche doch in die⸗ ſem Monat noch ſtattfindet, macht dieſe Wieſen am erſten ſuͤß und ruft gute Graͤſer hervor.

Die Bewaͤſſerung im Monat September. §. 152.

Iſt das Futter noch zu maͤhen, ſo behandele man die Wieſe wie ſchon in andern Monaten angegeben wurde. Iſt jedoch die Ernte vorbei, ſo laſſe man alles Waͤſſern ſein und vollbringe erſt die Raͤumung der Rinnen(§. 153) und Hinwegſchaffung des dadurch gewonnenen Bodens; iſt dies geſchehen, dann waͤſſere man anhaltend, nur bei anhaltendem Regenwetter ſetze man aus..

In dieſem Monat findet ſchon die Ablagerung des duͤngen⸗ den Schlicks waͤhrend der Bewaͤſſerung ſtatt und man kann die⸗ ſelbe ſchon mit zur Herbſtwaͤſſerung rechnen.