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durch das Maͤhen des Graſes erleichtert wird. Iſt dieſer Mo⸗ nat ſehr naß, ſo halte man ganz inne mit der Bewaͤſſerung, ebenſo auch, wenn fruchtbare, warme Regen in trockenen Perio⸗ den einfallen. Man huͤte ſich beſonders das Umſtellen des Waſſers am Tage vorzunehmen, dies muß jedesmal des Mor⸗ gens oder des Abends geſchehen, denn der ſchnelle Wechſel von Hitze zur Kuͤhle, und ſo entgegengeſetzt, wirkt nachtheilig auf die Vegetabilien ein. Nach der Ernte laſſe man die Wieſe we⸗ nigſtens acht Tage trocken liegen, mag die Hitze ſo groß ſein, als ſie will und ſollte die Grasnarbe auch gelb zu werden an— fangen, deſto vortheilhafter iſt es dann.
Die Bewaͤſſerung im Monat Juli. §. 150.
Nun muß, wenn die Wieſen vom Futter geleert ſind und wie ſchon im§. 149 erwaͤhnt, 8 Tage ohne Waſſer gelegen haben, nachhaltig und anhaltend gewaͤſſert werden, man kann nun immer 8 Tage ununterbrochen hintereinander waͤſſern, ohne zu glauben, man ſchade dadurch, doch in der zweiten Woche waͤſſere man ſeltener, vielleicht aller 3 Tagen gebe man der Wieſe 8 Stunden Waſſer, huͤte ſich aber ja, die Wieſe austrocknen zu laſſen, denn die Pflanzen der Bewaͤſſerungswie⸗ ſen koͤnnen durchaus nicht anhaltende Trockenheit vertragen, ſie ſind an Waſſer gewoͤhnt und beduͤrfen deshalb auch immer deſ⸗ ſelben(§. 112). Tritt eine Regenperiode ein, ſo hoͤre man in dieſer Zeit mit der Bewaͤſſerung auf. Faͤngt das Gras an eine ziemliche Hoͤhe zu erreichen, dann waͤſſere man auch ſeltener. Iſt daſſelbe Anfangs Juni gemaͤht, ſo wird nun mit dem Ende dieſes Monats der zweite Schnitt erfolgen muͤſſen, denn auf einer guten Waͤſſerungswieſe bedarf das Gras zu ſeinem Wachsthum und Ausbildung nicht laͤnger
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