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Der praktische Rieselwirth : Anleitung, natürliche Wiesen durch Bewässerung in ihrem Ertrage zu erhöhen und unfruchtbare Ländereien durch Wasser in fruchtbare Wiesen umzuschaffen ; nach eigenen Erfahrungen / von G. C. Patzig
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durch zu erhalten. Man kann alsdann den ganzen Monat mit der Bewaͤſſerung inne halten.

Iſt noch anhaltender Winter, ſo denke man an keine Be⸗ waͤſſerung, ſondern ſehe nur oft nach, daß alle Schleußen ge⸗ ſchloſſen ſind, damit nicht beim ſpaͤteren Ausgange des Winters Durchbruͤche entſtehen oder gar Eis auf die Wieſe zu liegen kommt.

Die Bewaͤſſerung im Monat Maͤrz. §. 146.

In dieſem Monat erfordern die Wieſen nun ſchon eine groͤßere Aufmerkſamkeit. Verlaͤßt der Winter die Fluren und war der vorhergehende Herbſt trocken, ſo benutze man, ſo bald ſich Gelegenheit darbietet, das Waſſer. War jedoch der Herbſt naß und geſtattete derſelbe ſchon eine genügende Bewaͤſſerung, ſo laſſe man die erſten Fluthen voruͤberſtromen und waͤſſere nur dann, wenn ſich das Waſſer an zu faͤrben faͤngt, d. h. wenn es ſeine lehmige Farbe verliert. Doch ganz ungenutzt laſſe man dieſen Monat nicht verſtreichen, erlauben es die Froͤſte, ſo waͤſſere man wenigſtens, ſelbſt wenn auch der Herbſt naß war, in 8 Tagen einen Tag anhaltend. Wird das Wetter freundlich, und faͤngt die Sonne ſchon an, ihre Strahlen erwaͤr⸗ mend auf unſere Wieſen zu verbreiten, ſo waͤſſere man tuͤchtig.

Wechſelt man mit der Bewaͤſſerung, ſo moͤge dies bei Tage geſchehen, die Nacht hindurch gebe man in dieſem Monat der Wieſe jedesmal reichlich Waſſer, damit nicht etwa ein ſcharfer Nachtfroſt dieſelbe trocken findet.

In Gegenden, wo die erſten Fruͤhjahrsfluthen viel erdige Beſtandtheile mitbringen, laſſe man dieſelben niemals auf eine gute Wieſe, wohl aber ununterbrochen auf ſo eine, auf welcher erſt Gras erzeugt werden ſoll, je lehmiger das Waſſer im