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Der praktische Rieselwirth : Anleitung, natürliche Wiesen durch Bewässerung in ihrem Ertrage zu erhöhen und unfruchtbare Ländereien durch Wasser in fruchtbare Wiesen umzuschaffen ; nach eigenen Erfahrungen / von G. C. Patzig
Entstehung
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ununterbrochen Waſſer auf ſolche ſchlechte Graͤſer, je dicker das Eis auf denſelben liegt, deſto vortheilhafter; beſonders die Ra⸗ nunkeln werden in kurzer Zeit dadurch vernichtet. Haidekraut braucht zwei Winterwaͤſſerungen, ehe es gaͤnzlich vergeht, doch wird ihm nach dem erſten Winter, wenn es in und unter Eis geſtanden hat, das fernere Wachsthum benommen.

Moos vergeht ſogleich, es zieht ſich foͤrmlich vom Boden ab und verſchwindet mit dem thauenden Eiſe. Eine ſolche ſchlechte Wieſe nimmt, wenn einen Winter hindurch auf dieſe Art mit ihr verfahren worden iſt, ein ganz anderes Anſehen an; es finden ſich mit dem Beginnen des Fruͤhlings ganz andere und zwar gute Wieſenpflanzen ein. Doch huͤte man ſich ja, mit einer guten Wieſe ſo zu verfahren, es moͤchte ſchlimme Folgen bringen, man wuͤrde eine geringe Ernte im folgenden Jahre haben. Auch wo erſt Gras erzeugt werden ſoll, z. B. auf Sandlaͤndereien durch den natuͤrlichen Wieſenbau, laſſe man bei ſtarkem Froſt kein Waſſer auf die Flaͤche, es ſchadet mehr als daß es nuͤtzt.

Die Bewaͤſſerung im Monat Januar. §. 144. Hier muͤſſen alle Schleußen geſchloſſen ſein, nur wenn Zerſtoͤrung beabſichtigt wird, verfahre man wie im Monat De⸗ cember.

Die Bewaͤſſerung im Monat Februar. §. 145.

Bricht in dieſem Monat der Winter auf und thauen alle Graͤben ab, ſo laͤßt man das Schneewaſſer erſt vorbeifließen, ehe man waͤſſert. Die Wieſe erhaͤlt durch die Naͤſſe des auf⸗ thauenden Schnees Feuchtigkeit genug, ſich eine lange Zeit hin⸗