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Der praktische Rieselwirth : Anleitung, natürliche Wiesen durch Bewässerung in ihrem Ertrage zu erhöhen und unfruchtbare Ländereien durch Wasser in fruchtbare Wiesen umzuschaffen ; nach eigenen Erfahrungen / von G. C. Patzig
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Nur den Moorboden verſchone man, wenn beſonders haͤufige Regenguͤſſe eintreten, mit zu uͤberhaͤuftem Waſſer, ſeine erzeug⸗ ten Graͤſer, ſollen es nicht Sumpfgraͤſer werden, muͤſſen mehr durch Trockenheit gezwungen werden, eine beſſere Geſtalt anzu⸗ nehmen; nur erſt dann, wenn ſich Phleum pratense und Tri- folium repens auf dem Moorboden zeigt, kann die Bewaͤſſerung in dieſem Monat in gleicher Art ſtattfinden, als auf andern Wieſen

Die Bewäſſerung im Monat November. §. 142.

In dieſem Monat muß beſonders bei kalten Tagen anhal⸗ tend gewaͤſſert werden, tritt jedoch noch, was bisweilen der Fall iſt, ſchone, warme Witterung ein, ſo wird das Waͤſſern ganz eingeſtellt, denn die Hauptduͤngung muß für die Wieſe im Mo⸗ nat October vorzugsweiſe ſchon ſtattgefunden haben. Treten im Monat November ſolche trockene Froͤſte ein, daß das Rieſel waſſer aufzufrieren anfaͤngt, ſo ſchließe man die Schleußen und uͤbergebe die Wieſe dem Winterſchlaf, ſollte es jedoch wieder eune werden oder Schnee fallen, ſo waͤſſere man periodiſch fort, d. h. 23 Tage gebe man der Wieſe Waſſer und 12 Tage ſeg⸗ man wieder damit aus.

Die Bewaͤſſerung im Monat December

§. 143. Iſt noch offenes Wetter, ſo wiſe re man wie im vorher gehenden Monat. Sobald aber anhaltender Froſt eintritt, dann

beſchließe man die Waͤſſerung. Sollte edn eine Wieſe viele

Mooſe oder Haidepflanzen haben, ſo kommt die im§. 34 an⸗

gegebene Wirkung des Waſſers in Anwendung, man laſſe als

dann in dieſem Monat, wenn ſcharfer Froſt ohne Schnee eintritt, 14*