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Der praktische Rieselwirth : Anleitung, natürliche Wiesen durch Bewässerung in ihrem Ertrage zu erhöhen und unfruchtbare Ländereien durch Wasser in fruchtbare Wiesen umzuschaffen ; nach eigenen Erfahrungen / von G. C. Patzig
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deſto beſſer. Man verſtehe mich jedoch hierin recht, nicht etwa ſei damit geſagt, je mehr Waſſer auf die Wieſe gelaſſen wird, deſto beſſer fuͤr den Graswuchs; dies nicht, ſondern je mehr Waſſer zur Dispoſition vorhanden, deſto ſeltener wird Mangel daran eintreten und die Bewaͤſſerung niemals in Stocken gerathen.

Wenn und Wie ſoll gewaͤſſert werden⸗ §. 140. In§. 26 heißt es:das Waſſer wirkt zum Vortheil der Vegetation. 1) Duͤngend oder naͤhrend und reizend. 2) Aufloͤſend. 3) Erhaltend. 4) Zerſtoͤrend auf die der Vegetation der Graͤſer und Kraͤuter nachtheiligen Wirkungen.

Soll nun das Beſtehen der Wieſenpflanzen im vollkommen⸗ ſten Grade ſtattfinden, ſo muͤſſen dieſe vier Wirkungen ſich ver⸗ einen, und um dieſe Vereinigung ſachgemaͤß hervorzubringen, muß die Zeit ihres Daſeins benutzt werden; in der Kenntniß dieſer Perioden und in deren richtiger Anwendung liegt die Kunſt, eine Waͤſſerungswieſe zum erſtaunenswerthen, nicht denkbaren Ertrage zu bringen.

Um nun in jeder Beziehung und unter allen Verhaͤltniſſen und Umſtaͤnden das Verfahren der Bewaͤſſerung darzuſtellen, werde ich dieſelbe nach jedem einzelnen Monat modificiren, er⸗ waͤhne jedoch noch zuvor: daß

Die Bewaͤſſerung des Herbſtes und Fruͤhjahrs als duͤngende Waͤſſerung oder als das Agens fuͤr die Grasnarbe anzuſehen iſt§. 27 30.

Die Bewaͤſſerung des Vorſommers als aufloͤſende Waͤſſerung, d. h. als zerſetzende Wirkung des duͤngenden Nie

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