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Der praktische Rieselwirth : Anleitung, natürliche Wiesen durch Bewässerung in ihrem Ertrage zu erhöhen und unfruchtbare Ländereien durch Wasser in fruchtbare Wiesen umzuschaffen ; nach eigenen Erfahrungen / von G. C. Patzig
Entstehung
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oben eine 10 Morgen große Kunſtwieſe, alſo wurde mit dieſem kleinen Waſſer 23 Morgen Wieſe nachhaltig bewaͤſſert und noch muß ich bemerken, daß wenn beide Wieſen trocken lagen, dies Waſſer nochmals auf Sandlaͤndereien benutzt wurde. Bei jedes⸗ maliger Bewaͤſſerung dieſer einzelnen Flaͤchen, ſtromte das Waſ⸗ ſer unmittelbar in den Hauptentwaͤſſerungsgraben uͤber und konnte auf keine der uͤbrigen wieder benutzt werden; die Waſſer⸗ quantitaͤt zur Bewaͤſſerung beſtand demnach blos in dieſem 1 ¾ Cubikfuß. Anderswo lagen Laͤndereien von 1000 M. Morgen Flaͤcheninhalt, dieſelben beſtanden theils in niedergelegten alten Teichen, moorigen Gruͤnden und ſterilen Sandlehden. Dieſe ſaͤmmtlichen durch natuͤrlichen Wieſenbau verbeſſerten Laͤndereien wurden nachhaltig periodiſch mit 22 Cubikfuß Waſſerausfluß pro Secunde gewaͤſſert und ſelbſt auf dieſe Menge Waſſer war nur in guͤnſtigen Zeiten mit Sicherheit zu rechnen, oftmals waren kaum 14 Cubikfuß vorhanden und dann allerdings mußten nur ſolche Flaͤchen Waſſer erhalten, welche es am noͤthigſten bedurften, im erſten Falle jedoch, erhielt eine jede Flaͤche von dieſen 1000 Morgen alle 6 Tage 24 Stunden hinlaͤngliches Waſſer. Es mußte allerdings mit dieſem wenigen Waſſer im Verhaͤltniß zu den Laͤndereien, welche damit bewaͤſſert wurden, die groͤßte Oeco⸗ nomie und Ordnung getrieben werden, da jedoch beſonders die Moorgruͤnde oftmals das Waſſer mehrere Wochen entbehren konnten ohne in ihrem Ertrage zuruͤckzubleiben, ſo kam daſſelbe den andern, beſonders den Sandflaͤchen mit zu Huͤlfe, und hier durch wurde es moͤglich unter ſtrenger Aufſicht und Ordnung 1000 Morgen Wieſen mit einem Waſſerzufluß von 22 Cubiff. Pro Secunde nachhaltig zu bewaͤſſern.

Wir erſehen aus dieſen angefuͤhrten Beiſpielen, daß mit wenig Waſſer oft viel geleiſtet werden kann, doch wird deshalb immer der Grundſatz feſt ſtehen bleiben:Je mehr Waſſer,

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