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Der praktische Rieselwirth : Anleitung, natürliche Wiesen durch Bewässerung in ihrem Ertrage zu erhöhen und unfruchtbare Ländereien durch Wasser in fruchtbare Wiesen umzuschaffen ; nach eigenen Erfahrungen / von G. C. Patzig
Entstehung
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Sind nur ſtellenweis Planirungen auszufuͤhren, ſo kann der Morgen mit Anlegung der beuferten Grippen und uͤbrigen Rinnen fuͤr 4 bis 6 Thlr. vollkommen hergeſtellt werden.

Sind jedoch gar keine Planirarbeiten erforderlich und be⸗ ſteht die Melioration blos in Anlegung der Grippen und Rin⸗ nen, ſo iſt dieſe Arbeit niemals hoͤher als 2 Thlr. pro Mor⸗ gen zu veranſchlagen. Ich muß jedoch bemerken, daß in dieſen drei Faͤllen das Gerippe der Bewaͤſſerung nicht in Anſchlag gebracht worden iſt, dies beſteht nur in Anfertigung von Graͤ⸗ ben und Daͤmmen und laͤßt ſich am einfachſten nach§. 135 und 136 beſtimmen. Doch mit Einſchluß dieſes letztern darf der Koſtenbetrag pro Morgen in keinem Falle beim natuͤrlichen Wieſenbau 15 Thlr. uͤberſteigen und wird eben ſo wenig auch unter den guͤnſtigſten Umſtaͤnden unter 2 Thlr. ausfuͤhrbar ſein.

C) Planirarbeiten. Ausgleichung des Bodens ohne Schnur. §. 128.

Obgleich dieſe Arbeit nicht zur eigentlichen Planirung gezaͤhlt werden kann, ſo ſtelle ich doch dieſelbe mit in dieſe Claſſe, da ſie der wirklichen Planirarbeit mit der Schnur vorangehen muß. Es iſt die Arbeit des§. 75 und 95 und kann am vortheilhaf⸗ teſten nach Cubiſchem Inhalt berechnet und an die Arbeiter ver⸗ accordirt werden. Eine groͤßere Entfernung als 20 Ruthen das Material zu transportiren, darf beim Wieſenbau nicht vorkom⸗ men, nur unter ganz beſondern Umſtaͤnden duͤrfte ein weiterer Transport ſtattfinden, z. B. wenn eine obere Flaͤche bewaͤſſert werden ſoll, wo nur unter der Bedingung einer Niederlegung dieſelbe ausgefuͤhrt werden kann und der Abtrag uͤber 20 Ruthen