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Der praktische Rieselwirth : Anleitung, natürliche Wiesen durch Bewässerung in ihrem Ertrage zu erhöhen und unfruchtbare Ländereien durch Wasser in fruchtbare Wiesen umzuschaffen ; nach eigenen Erfahrungen / von G. C. Patzig
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weit anzubringen iſt. Solche Faͤlle koͤnnten jedoch nur blos aus Liebhaberei vorkommen, finden ſie außerdem ſtatt, ſo hat der Wieſenbauer ſchlecht berechnet und die Schuld des groͤ⸗ ßern Koſtenbetrags liegt an ihm. Um nun bei dieſer Arbeit einem ſichern Maßſtabe zu folgen, werde ich meine daruͤber an⸗ geſtellten Verſuche und Erfahrungen und den darnach berechneten Koſtenaufwand, nebſt dem Verfahren, auf welche Art man am leichteſten den Abtrag berechnen kann, mittheilen. Ich erwaͤhne dabei noch, daß hier nie Ruͤckſicht auf den Auftrag, welcher mit dieſem Boden bewerkſtelligt werden ſoll, genommen wird. Auf 15 Mann, welche den Boden mit der Handkarre hinweg fahren, wird 1 Mann zum Cbenen deſſelben gerechnet, welcher jedoch mit in die Maſſe gezaͤhlt wird und deſſen Tagelohn die Uebrigen mit tragen muͤſſen. Eben ſo kann auch nicht die Ver⸗ aͤnderung des Volumens der Erde§. 75 beruͤckſichtigt werden, der Accord iſt blos nach dem feſten ausgegrabenen Terrain zu berechnen.

Ein guter Arbeiter ſchafft taͤglich bei Karren. Cbfß. 3 Ruth. Entfernung in einer Karre à 1½ Cfß. Inhalt= 150= 225

5 ⸗ do.= 120= 180 7 27 do.= 90= 135 10 2 do.— 70— 105 15 ⸗ do.= 50= 75 20 ⸗ do.= 30= 45

Erde hinweg.

Zu 6 gGr. Tagelohn kaͤme bei 3 Ruthen Entfernung der

M. Morgen 1 Fuß tief abzugraben, den Boden hinweg zu

ſchaffen und denſelben wieder einzuebnen= 20 Thlr. die Ruthe

(angenommen, daß die Oberflaͤche allemal im Decimalfuß der 13*