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bleibt es doch der groͤßte Hebel der Vegetation, wenn es mit Kenntniß und Umſicht fuͤr dieſelbe angewendet wird.
4) Wirkung des Waſſers im Allgemeinen. Erlaͤuterung. §. 25.
Es iſt in der ganzen geſammten Duͤngerlehre der Landwirth⸗ ſchaft kein Surrogat, moͤge es auch Namen haben, welche es nur wolle, möͤge es animaliſcher, vegetabiliſcher oder mineraliſcher Abkunft ſein, von der Kunſt oder im Gange der unendlich ſorgſamen Natur er— zeugt, aufzufinden, welches allen Bedingungen des Pflanzen— wachsthums ſo entſpricht als das Waſſer, es vereinigt alle erforderlichen Kraͤfte in ſich, den Vegetationsproceß der Graͤſer und Kraͤuter auf die hoͤchſte nur denkbarſte Stufe zu bringen, deren Ausbildung zu beföoͤrdern und fortwaͤhrendes Beſtehen zu ſichern.
Jeder andere Duͤnger wirkt mehr oder weniger nur Be⸗ dingungsweiſe, denn was hilft z. B. alle noch ſo kraͤftige Duͤngung, wenn Feuchtigkeit fehlt, oder dieſelbe in zu großem Grade vorhanden iſt? Lehrt nicht die Erfahrung, daß oftmals die kraͤftigſte Duͤngung bei unguͤnſtigem Witterungswechſel aller⸗ lei Krankheiten in dem vegetabiliſchen Leben hervorbringt? Und welcher Landwirth iſt im Stande, auf die Futtererzeugung all⸗ jaͤhrlich ſeine beſten Duͤngerkraͤfte zu verwenden, ohne der uͤbri⸗ gen Wirthſchaft dabei Abbruch zu thun? Da hingegen durch die Bewaͤſſerung alle Graslaͤndereien jaͤhrlich zweimal ge⸗ duͤngt(§. 140) und durch dieſe wohlfeile und doch ſo kraͤftige Duͤngung fuͤr das Uebrige der Wirthſchaft durch die Mehrerzeu⸗ gung von Futter eher ein Duͤnger-Ueberſchuß, als ein Mangel entſteht. Koͤnnte ich doch einem Jeden in dem Spiegel der Zukunft die Schaͤtze zeigen, welche in dem Bache, welcher jetzt


