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Verhalten des Waſſers zu dieſem oder jenem Boden kann man bei genauer Beobachtung und Aufmerkſamkeit ſchon nach dem erſten mehrſtuͤndigen Berieſeln wahrnehmen und zwar auf fol— gende Weiſe: Iſt die Wieſe, worauf das Waſſer vielleicht vier und zwanzig Stunden gerieſelt hat, wieder trocken gelegt, ſo gebe man nur genau Acht, welche Farbe die Sohle der Graͤben annimmt und ob hier und da die guten Graͤſer ſich gekruͤmmt haben. Wird erſterer Farbe roͤthlichbraun und erhaͤlt das in den Rinnen noch vorhandene Waſſer eine blaue olige Ober⸗ flaͤche, ſo kann man ſicher auf großen Antheil von Eiſen im Waſſer und Boden rechnen; findet nur die roͤthliche Faͤrbung der Graͤbenſohlen ohne letzteres ſtatt, ſo iſt der Boden eiſenhal⸗ tig, das Waſſer aber rein. Verdunſtet das Waſſer in den Rinnen ſchnell und laͤßt einen ſchwaͤrzlichen Schlamm zuruͤck, ohne roͤthliche Faͤrbung, ſo iſt das Waſſer mit Vortheil uͤberall anzuwenden. Kruͤmmen ſich nach einer ſtattgefundenen anhalten⸗ den Bewaͤſſerung hin und wieder einzelne gute Graͤſer, ſo iſt das Waſſer mit uͤberhaͤufter Gallusſaͤure geſchwaͤngert. Sieht der Niederſchlag braun, welchen es auf der Grasnarbe hinter⸗ laͤßt und beſitzt uͤberhaupt das Waſſer, wenn man es in einem etwas tiefen Graben beſieht, eine dunkle Farbe, ſo hat es zu viel Humusſaͤure und kann zum Gijſte der Vegetation werden. Sieht es jedoch rein und iſt es durchſichtig, bleiben die Kieſel und Steine, uͤber welche es hinwegſtroͤmt, ganz rein, haͤngt ſich nicht an den Grabenufern ein gruͤnlicher Schleim an und wachſen nicht kriechende Waſſerpflanzen in den Graͤben, ſo iſt das Waſſer vorzuͤglich zur Bewaͤſſerung und auf allen Bodenarten an— wendbar. Sein Werth iſt auch beſonders darnach zu wuͤrdigen, wenn an den Ufern und naͤchſten Umgebungen deſſelben gute nahrhafte Graͤſer wachſen.
Doch ſei auch die Qualitaͤt des Waſſers minder gut, ſo


