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21 Durchlaͤſſigkeit geſtattet nur bei anhaltender Inundation Stockun⸗ gen des Waſſers und ſelbſt auch dann nicht, wenn bei etwas Gefaͤlle die Sohle der oberhalb liegenden Niederung oder Telle hoͤher liegt, als die Hoͤhe des unterhalb liegenden Berges.
Die Grabenarbeiten muͤſſen in dem Sandboden vorzugs— kein Graben in dieſem Boden angelegt werden, ſoll er der Un— terwaſchung und dem Einſturze nicht ausgeſetzt ſein.
Im Betreff des Waſſers iſt dasjenige fuͤr den Sandboden das vorzuͤglichſte, welches viel erdige Miſchungen mit ſich füͤhrt, je truͤber das Waſſer in den erſten Jahren der Bewaͤſſerung iſt, deſto ſchneller zeigt ſich das Gras. Im allgemeinen iſt jedoch der Sand⸗ boden in Hinſicht der Qualitaͤt des Waſſers der weniger em— pfindliche, er vertraͤgt jedes. Man waͤſſere mit welchem man will, jedes wird Gras erzeugen; wenn auch das eine beſſere Graͤſer hervorbringt als das andere, ſo braucht man doch bei der Ausfuͤhrung der Bewaͤſſerung nicht aͤngſtlich zu ſein.
In den erſten Jahren braucht derſelbe aber eine Unmaſſe von Waſſer, jedoch geht dieſes, wie mancher irrig glaubt, nicht verloren, ſondern es zieht ſich im Untergrunde fort und kommt endlich wieder zum Vorſchein. Manche Beiſpiele hieruͤber ſind mir in der Erfahrung vorgekommen, ich erlaube mir zur Ueber— zeugung der Unglaͤubigen hier eins derſelben anzufuͤhren.
Eine Sandflaͤche von circa 150 M. Morgen war zur Be⸗ waͤſſerung eingerichtet worden; aller 2 Ruthen war dieſelbe mit kleinen Rinnen vom Hauptzuleitungsgraben nach dem Haupt— entwaͤſſerungsgraben zu durchſchnitten. Die Schleuſen des er— ſteren wurden geoͤffnet und das Waſſer trat drei Decimallinien ſtark auf die Flaͤche; ununterbrochen rieſelte daſſelbe uͤber Bord des Vertheilungsgrabens; es vergingen jedoch zweimal vierund— zwanzig Stunden, ehe das Waſſer die 2 Ruthen breite Flaͤche


