19
den untern nach Oben. Die Erfahrung lehrt, daß der ſterilſte Sand bei angemeſſener Feuchtigkeit Gras hervorbringt, ſowie auch den Graswuchs befoͤrdert. Er hat durch die beſtaͤndige Einwirkung der Atmoſphaͤre ſo viel Kraft erhalten, daß die zar— ten Graswurzeln der aufgelegten Raſen in ihn eingehen und ſo lange Nahrung finden, bis es die Zeit erlaubt, denſelben mit der duͤngenden Materie, der Bewaͤſſerung, zu Huͤlfe eilen zu konnen. Bringt man jedoch denjenigen Boden unter die Raſen, welcher der Einwirkung der Atmoſphaͤre verſchloſſen war, ſo gehen die feinen Graswurzeln nicht in denſelben ein, kruͤmmen ſich, kehren wieder zuruͤck in den Raſen, von dem ſie ausgegangen ſind, vegetiren ſo lange, bis ſie in demſelben Nahrung finden, und ſterben endlich ab;z der Raſen wird gelb und erſtirbt trotz aller Bewaͤſſerung.
Durch eine falſche Manipulation werden oft die groͤßten Opfer unnuͤtz vergeudet und die Bewaͤſſerung kommt in Miß⸗ credit, obgleich nicht ſie, ſondern die falſche Behandlung daran Schuld iſt.
Im Allgemeinen eignet ſich der Sandboden wegen ſeiner Durchlaͤſſigkeit, obgleich er in den erſten Jahren das meiſte Waſ⸗ ſer braucht, und wegen ſeiner Reinheit von Saͤure mit am vor⸗ theilhafteſten zum Kunſtwieſenbau.
Verhaͤltniß des Sandbodens zum natuͤrlichen Wieſenbau. §. 17.
Fuͤr den natuͤrlichen Wieſenbau eignet ſich der Sandboden
am vortheilhafteſten. „Wohl dem der Sand und Waſſer hat“ moͤchte ich ausrufen. Koͤnnte ich doch einen Jeden von der 2*


