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Das Verhaͤltniß des Sandbodens zum Kunſt⸗ wieſenbau. §. 16.
Ueber den Unterſchied zwiſchen Kunſt⸗ und natuͤrlichem Wieſenbau ſ.§. 48.
Der Sandboden kann nur, wie im§. 15 naͤher auseinander⸗ geſetzt wurde, mit Bedeckung von Raſen in eine Kunſtwieſe um— geſchaffen werden, ohne dieſes iſt eine Kunſtwieſenan⸗ lage nicht moͤglich. Moͤgen auch die Raſen ſo ſchlecht ſein als moͤglich, moͤgen es Haideplaggen oder Moosraſen ſein, gleich viel, wenn man nur dem Rieſelwaſſer etwas Vegeta⸗ biliſches darbieten kann, woran es ſich reibt(§. 28), ſo wird es ſchnell wirken und in kurzer Zeit ſtatt der Haide-Mooſe und Binſen liebliche Graͤſer hervorbringen. Iſt man von ſolchem Raſen entbloͤſt, hat aber Gelegenheit von den Nachbarn die Raſen von entlegenen Triften oder wilden Plaͤtzen zu kaufen, ſo ſcheue man das Opfer nicht; uͤberſteigt der Ankauf und Heranſchaffung der Raſen pro QRth. den Preis von 4 Gr. nicht, ſo buͤrge ich Jedem dafuͤr, daß beim Kunſtwieſenbaue im Jahre der Anlage, ohngeachtet dieſer bedeu⸗ tenden Ausgabe, das Meliorationscapital ſich niemals unter 59 verzinſen wird.
Bei der Raſenbedeckung macht es keinen Unterſchied, ob der Sandboden 12jaͤhriges Roggenland oder tragbares Hafer⸗ land war, nur beherzige man folgende Hauptregel, daß derje⸗ nige Boden, ſei er von welcher Beſchaffenheit er wolle, Thon⸗-, Lehm-, Sand⸗ oder Moorboden, welcher vielleicht ſeit Jahrhun⸗ derten immer mit der Atmoſphaͤre in Beruͤhrung ſtand, wieder unmittelbar unter die Raſen gebracht werde, wie§. 52 vorſchreibt; man vergrabe denſelben nicht etwa in die Tiefe und bringe
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