15
man dann in den Stand geſetzt wird, der Flaͤche durch Auf⸗ ſtauung von Waſſer in den Rinnen Feuchtigkeit zuzufuͤhren, was oft einen ſchnellen Ertrag hervorbringen kann.
Das Bewaͤſſern des Sandbodens. §. 14..
Es iſt bei jeder Anlegung von Bewaͤſſerungsanlagen auf Sandboden, wenn derſelbe nicht mit Raſen bedeckt wird, unbe⸗ dingt noͤthig, daß derſelbe, wie§. 13 erwaͤhnt, wenigſtens ein Jahr nach der Planir-Arbeit ohne Waſſer liegen bleibt, er muß ſich erſt feſtlagern und, kann dann Waſſer erhalten, wenn der Sand, nachdem einige Stunden darauf gerießelt wor⸗ den iſt, nicht unter dem Tritte weicht und der Fuß keine Spur hinterlaͤßt.
Dieſe Regel mache ſich jeder Rieſelwirth ſtreng zur Pflicht.
Iſt man zu voreilig mit der Bewaͤſſerung und beobachtet dies nicht, ſo kann man mit Gewißheit darauf rechnen, nie Gras auf einer ſolchen Flaͤche zu erhalten; denn nicht nur wird
das zu fruͤh darauf gelaſſene Waſſer Auswaſchungen, Durch— bruͤche und Unebenheiten verurſachen, ſondern auch der Sand zu einem teigartigen Brei werden, und alle von der Natur in den⸗ ſelben niedergelegten Graskeime verderben; bei erfolgter Trocken⸗ heit verhaͤrtet er zu einer ſteinartigen Maſſe, der abgelagerte duͤngende Schlick des Waſſers verbindet ſich nicht mit dem Bo⸗ den, ſpringt bei wiedererfolgter Trockenheit auf, zerfaͤllt in Pul⸗ ver und wird von der Luft mit hinweggefuͤhrt.
Das Anſaͤen des Sandbodens mit Graͤſern. §. 15.
Das in§. 10 angerathene Anſaͤen mit Graͤſern kann im Sandboden unter keiner Bedingung in Anwendung gebracht wer⸗


