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Der praktische Rieselwirth : Anleitung, natürliche Wiesen durch Bewässerung in ihrem Ertrage zu erhöhen und unfruchtbare Ländereien durch Wasser in fruchtbare Wiesen umzuschaffen ; nach eigenen Erfahrungen / von G. C. Patzig
Entstehung
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erkaltet, indem dieſer Boden uͤberhaupt nur bei angemeſſener, gegen G andere Bodenarten hoͤherer Waͤrme, geeignet iſt, fuͤr die Pflan

zenwelt ein guter Erhalter zu ſein. Doch im gleichen Verhaͤlt⸗ niſſe muß auch auf ſeine Austrocknungsfaͤhigkeit Ruͤckſicht genom men werden, ein zu langes Ausſetzen der Bewaͤſſerung ſchadet eben ſo viel, als ein zu anhaltendes. Doch braucht er unter allen Bodenarten das wenigſte Waſſer. Feld⸗, Bach⸗ und V geſammeltes Waſſer eignet ſich wegen der hoͤheren Waͤrme gerade V

vorzugsweiſe auf Thonboden zur Bewaͤſſerung. Quellwaſſer V nur dann, wenn es warme Quellen ſind, oder, wenn es vor V der Benutzung die atmoſphaͤriſche Waͤrme angenommen hat. b Bemerkungen fuͤr die Ausfuͤhrung des Kunſtwieſen⸗ baues auf Thonboden. b §. 5. Wird Kunſtwieſenbau auf Thonboden vorgenommen, ſo hat man beſonders darauf zu ſehen, daß nach Beendigung der b Anlage die Bewaͤſſerung nicht zu fruͤhzeitig beginnt. Durch das Abſchaͤlen und Wiederaufſetzen des Raſens werden die zarten G Graswuͤrzelchen beſchaͤdigt, bringt man nun auf die neu auf V gelegten Raſen ſogleich Waſſer, ſo verhindert man das Ein⸗ wachſen derſelben in den Boden, es bildet ſich zwiſchen dieſem und dem Raſen eine Waſſerſchicht, wodurch die Wurzeln ertraͤnkt werden und die Raſen abſterben, ſo daß durch eine ſolche falſche Be handlung ſchoͤnſte neu angelegte Wieſe total verdorben wer⸗ den kann. Vier bis fuͤnf Wochen brauchen die Raſen Zeit, ehe ſie feſt einwurzeln. Man unterſuche nur nach 45 Tagen die auf⸗ bo gelegten Raſen, es werden ſich ganz kleine, ſchwache, weiße i Wuͤrzelchen zeigen, welche nach unten zu gehen, nach Verlauf von wieder 8 Tagen ſind dieſelben ſchon in den Boden einge b

drungen und haben kleine Nebenzweige gebildet; in gleichem.