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Der praktische Rieselwirth : Anleitung, natürliche Wiesen durch Bewässerung in ihrem Ertrage zu erhöhen und unfruchtbare Ländereien durch Wasser in fruchtbare Wiesen umzuschaffen ; nach eigenen Erfahrungen / von G. C. Patzig
Entstehung
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ſo weſentlicher Umſtand derſelbe unter anderen Bodenmiſchungen zur fruchtbaren Ackererde iſt, ſo kann er doch in zu uͤberhaͤuf tem Verhaͤltniſſe zu den anderen Miſchungen dem Pflanzen⸗ wachsthume hoͤchſt nachtheilig werden Aus folgenden darauf gern wachſenden Pflanzen kann der

Wieſenwirth den Boden leicht erkennen:

Dactylis glomerata, Knaulgras,

Carduus nutans, große Ackerdiſtel,

Arctium majus, große Klette,

Bromus giganteus, große Trespe,

Scabiosa pratensis, Wieſenſcabioſe,

Brunella vulgaris, gemeine Pruͤnelle und andere mehr.

Iſt dieſer Boden mit Geroͤlle oder Gewuͤrzel vermengt, ſo

iſt ſeine Bearbeitung faſt unmoͤglich und zum Wieſenbau nicht anzurathen, iſt er jedoch frei von ſolchen zufaͤlligen Beimiſchun gen, ſo laͤßt er ſich doch, wenn gleich unter allen Erdarten am ſchwierigſten(wegen ſeiner Adhaͤſionsfaͤhigkeit an die Werkzeuge im feuchten Zuſtande) mit Radehaue und anderen aͤhnlichen Werkzeugen bearbeiten. Die Mel iorationskoſten ſtehen in dieſem Boden nur unter der Bedingung der oben erwaͤhnten Entwaͤſſe⸗ rung, einer hinlänglichen Menge guten, warmen Waſſers und beim Eintritte einer fruͤhzeitigen Vegetation jeden Jahres, im Verhaͤltniſſe zu ſeiner Verwerthung.

Wahrzunehmende Ruͤckſichten bei der Bewaͤſſerung und Manipulation des Thonbodens.

Q 5

§. 4 Die Bewaͤſſerung auf dieſem Boden muß vorſichtig und mit Umſicht geſchehen, da derſelbe wegen ſeiner ſtrengen Con ſiſtenz die aufgenommene Feuchtigkeit lange an ſich haͤlt, deshalb ſich ſehr leicht ein zu großes Uebermaß anhaͤuft und derſelbe dadurch