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Abhandlung zu den Akten zu geben, worauf hiermit verwieſen wird; auch uͤbergiebt Herr v. Koppy ein Pro memoria*) die Intereſſen der inlaͤndiſchen Zuckerfabrikation aus Runkelruͤben.**)
Herr Amtsrath Gumprecht giebt ſchriftlich eine ſehr kurze geſchichtliche Ueberſicht der Entſtehung der Zuckerfabrikation aus Runkelruͤben, und verweiſt dabei auf das bekannte Werk von Krauſe; und giebt dann ferner Nachricht vom Beſtehen eines Vereines auf Ak⸗ tien zur Fabrikation des Runkelruͤben-Zuckers bei Strie⸗ gau in Schleſien, von welchem Herr ꝛc. Gumprecht Vorſteher iſt.
Die groͤßte Schwierigkeit des Beſtehens einer Fa— brik liegt in Herbeiſchaffung genuͤgenden Materiales. Die Striegauer Fabrik iſt auf 50,000 Centner Ruͤben
*) Iſt angedruckt.
**) Herr Freiherr von Koppy giebt darin zu erkennen: daß die bisherige Fabrikationsart nicht fortbeſtehen koͤnne, indem durch ſie zu viel Kalk mit dem Zuckerſtoff verbun⸗ den, derſelbe daher weniger ſuͤßend und der Syrup faſt gaͤnzlich unbrauchbar werde, auch ſo viel thieriſche Kohle erforderlich ſei, daß ſie zuletzt nicht mehr werde beſchafft werden koͤnnen. Zugleich geht derſelbe auf die Beſteue⸗ rung uͤber, und giebt zu erkennen, daß in der jetzigen Lage eine Auflegung von Steuer alle Unternehmungen der Art auf der Stelle vernichten wuͤrde, wohl aber koͤnnten ſie eine milde Steuer ertragen, wenn die Regierung den indiſchen Zucker hoͤher beſteuerte,— etwa wie in Oeſter⸗ reich oder noch etwas mehr— und dadurch der inlaͤndi⸗ ſchen Fabrikation mehr Schutz gewaͤhrte. Auch giebt der⸗ ſelbe Nachweis uͤber den Gang, welchen die Runkenruͤ⸗ benzucker⸗Fabrik zu Krayn, von ihrem Anfang an bis jetzt genommen, wo ſie ſich vorzuͤglich nur noch mit An⸗ bau des Saamens der beſten Zuckerruͤbe befaßt. Herr ꝛc. Koppy iſt zur Ablaſſung deſſelben gern bereit, wenn nur die Beſtellungen zeitig bei ihm eingehen.


