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berechnet, und liefern 2 derſelben die durch Aktien be⸗ theiligten Landwirthe, welche die Ruͤckſtaͤnde zuruͤcker⸗
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halten; X werden gekauft.
Die Reſultate ſind bis jetzt nicht erfreulich, die erſte Campagne lieſerte bei der Macerations-Methode 1 ½ Procent Zucker; die zweite Campagne bei der alten Reibe⸗ und Preß⸗Methode 5 ½ Procent Zucker; die Reſultate der dritten Campagne ſind zu erwarten. Der Geldertrag, Gewinn oder Verluſt ergiebt ſich hieraus von ſelbſt,
Da die Wiſſenſchaft bis jetzt das beſſere Verfahren noch nicht feſtgeſtellt hat, ſind viele Verſuche und Um— bauten erforderlich geweſen, wodurch das Anlagekapi— tal ſehr bedeutend geworden iſt. Das Ganze der Fa⸗ brikation liegt noch ſehr in der Kindheit und warnt Herr ꝛc. Gumprecht vor Anlage einer Fabrik ohne ge— nuͤgende Kenntniß und genuͤgendes Kapital,
Die Verſammlung iſt einſtimmig, daß der Ver⸗ kauf von Rohzucker oder noch beſſer von Syrup, wenn letzterer in großen Quantitaͤten abſetzbar waͤre, der loh⸗ nendſte ſein wuͤrde.
Herr Ritter Freiherr v. Rieſe giebt Nachricht uͤber die in Boͤhmen beſtehenden Fabriken. Es werden darin beide Methoden, die alte Reibe- und Preß-Me— thode und das Maceriren angewendet.
In neuerer Zeit hat die Fabrikation einen neuen Aufſchwung durch Errichtung der Raffinir-Fabrik des Herrn Richter erhalten, welche eine Central⸗Fabrik bildet, wohin ſaͤmmtliche von den einzelnen Ruͤbenbau— ern producirten Syrupe geliefert werden, um zu Zuk— ker verarbeitet zu werden. Die einzelnen Syrupfabri⸗ ken ſtehen unter Aufſicht des Herrn Richter, der ih— nen die mehr oder mindere Guͤte ihrer Syrupe anzeigt,


