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Die Verhandlungen der gewerblichen Abtheilung der Versammlung deutscher Landwirthe zu Potsdam / ... hrsg. v. [August] Gebel
Entstehung
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Freiherr v. Koppy auf Krayn in Schleſien traͤgt als Reſultat ſeiner langjaͤhrigen Erfahrungen und Beob⸗ achtungen vor: die reine weiße Nuͤbe iſt die zucker reichſte und beſte; die dunkelrothe die ſchlechteſte; die vielen Spielarten von Ruͤben, werden in dem Verhaͤlt niß zuckerarm, als ſie ſich von der weißen entfernen.

Der Ruͤbenbau im Großen hat Schwierigkeiten, der Acker muß rein, fruchtbar und tief gearbeitet ſein. Die Arbeiten haͤufen ſich, daher ein Theil der Ruͤben aus Pflanzen, der andere aus dem Saamen gezogen werden muß.

Die Pflanzen werden nach dem Marqueur geſteckt; die Laͤngereihen haben 22 Zoll, die Querreihen 15 Zoll Entfernung.

Die Kerne werden in aufgepfluͤgte Ruͤcken, welche 24 Zoll von einander entfernt ſind, 12 Zoll aus⸗ einander gelegt.

Die Punkte auf dem Ruͤcken, wohin die Kerne gelegt werden ſollen, werden durch eine Walze mar⸗ quirt, auf welcher erhabene Rippen, 12 Zoll aus⸗ einander befeſtigt ſind. Die gepflanzten Ruͤben bewach⸗ ſen mehr auf der Oberflaͤche, die aus dem Kern ge zogenen gehen tiefer in die Erbe.

Das Behaͤufeln der Ruͤben iſt nicht rathſam, da viele zarte Theile dadurch verletzt oder beſchuͤttet wer⸗ den, das Lockern mit der Hacke iſt vorzuziehen.

Die Reinigung des Bodens von Unkraut iſt bald ſchwierig bald leicht, daher die Koſten bald hoch bald geringe ſind; eine gewünſchte genauere Angabe uͤber den Koſtenpunkt kann fuͤr jetzt nicht gegeben werden, und bleibt zur kuͤnftigjaͤhrigen Verſammlung vorbehalten.

Herr v. Koppy geht uͤber zur Fabrikation des Zuckers und der von ihm beobachteten Methode, und wird erſucht, ſeine Erfahrungen in einer ſchriftlichen