20
den, worauf eine heftige Gaͤhrung eintritt. 24 Stun⸗ den nach Einmaiſchung des erſten Gefaͤßes in Ueberein⸗ ſtimmung mit Einmaiſchung der Kartoffeln!, nimmt man das zweite Gefaͤß, maiſcht hierein die doppelte Portion des Obigen nach demſelben Verfahren jedoch mit dem Unterſchiede ein, daß vom kohlenſauren Natrum nicht mehr wie das erſtemal genommen wird.
Die dritte Einmaiſchung im dritten Gefaͤße iſt der vorigen ganz gleich, und erfolgt auch in demſelben Zwiſchenraum, wie er zwiſchen der erſten und zweiten ſtattfindet. Die Baͤrme der erſten Einmaiſchung kommt nach 48 Stunden zum Gebrauche, nachdem ſie in den letzten 12 Stunden in heftiger Gaͤhrung geweſen. Von dieſer zum Gebrauch kommenden Hefe werden 10 Quart Mutterhefe in einem Eimer zur Aufbewahrung wegge— nommen. An demſelben Tage 8 Uhr Abends, wird dieſe Mutterhefe, der am zweiten Tage eingemaiſchten, zugegeben, und nach Zuſetzung von 8 Loth kohlenſaurem Natrum tuͤchtig durchgeruͤhrt, wonach augenblicklich eine lebhafte Gaͤhrung eintreten wird, welche am folgenden Tage zur Anſtellung bereit iſt. Ein Zeichen der Guͤte der Hefe iſt ein ſtechender Geruch, erzeugt durch Ent— weichung des kohlenſauren Gaſes, ſo wie ein ſcharfer, ſaurer Geſchmack, und eine Temperatur von 20 bis 22 Grad Reaumur. Hierbei verſteht es ſich von ſelbſt, daß man waͤhrend der erſten 6 Tage der Anwendung derſelben, Preßhefen Behufs der Anſtellung der Maiſche zu Hilfe nehmen muß, bis das oben angegebene Gaͤh⸗ rungsmittel ſeine volle Kraft bekoͤmmt.
Bei Anwendung dieſer Hefe hat Herr Ober-Amt⸗ mann Jacobs in ſeiner Brennerei
im Jahre 1837/3 8.. 507 Gr. im Jahre 1838/30...... 533 Gr., vom 20. Auguſt bis 1. Juli durchſchnittlich gezogen.


