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Zweites Kapitel. 5
nen die Haut aus, oder erſchlaffen ſie, oder veranlaſſen beide Er— ſcheinungen.
Erweiterung der Haut mit dem Wachſen. So wie ſich der Koͤrper erweitert, erweitert ſich auch, im geſunden Zu— ſtande, die Haut. Da nun die Erweiterung eines thieriſchen Koͤr— pers erſt in der Ernaͤhrungsfaͤhigkeit ſeiner ſelbſt und in der Zeit ſeine Graͤnzen findet, wenn die Mittel gegeben ſind; ſo laͤßt ſich fuͤr die moͤgliche Erweiterung der Haut nicht leicht eine Graͤnze beſtimmen..
Je laͤnger die Erweiterung der Haut dauert, deſto mehr ge⸗ woͤhnen ſich alle Faſern an die Ausſtreckung, und deſto mehr fuͤllt ſich auch wohl die Haut noch mit fremden Theilen an, ſo daß, wenn die Urſachen ihrer Ausdehnung aufhoͤren, ſie nicht gleich, oder nie, die vorige Geſtalt wieder annimmt, ſondern ſich ſtellen— weiſe zuſammenhaͤuft und Runzeln wirft.
Veraͤnderlichkeit ihres Zuſtandes und moͤgliche Ver— ſchiedenheiten. Auf die Geſchmeidigkeit der Haut wirken meh⸗ rere Urſachen ein. Reibung, ſelbſt Bewegung des Koͤrpers machen ſie haͤrter.
Nach jeder Zerſtoͤrung ſchießt ein feſteres Zellgewebe an, dem die Einrichtung der geſunden Haut fehlt.
Verſchiedenheit der Haut. Jede Haut kann verſchie⸗ dentlich beſchaffen ſein, je nachdem die Faſern, aus denen ſie be— ſteht, feiner oder groͤber, ihre Verpflechtung enger, feſter oder weitlaͤuftiger und ihre Gewebe einfach oder meyhrfach geſchichtet ſind. Eben ſo kann auch die Haut verſchiedener Thiere in ihren Theilverhaͤltniſſen verſchieden ſein.
Zu den Hauptbeſtimmungen einer behaarten Haut ſcheint die Haarerzeugung ſelbſt mitzugehoͤren.
Ob ſchon vom Keime aus eine beſtimmte Anzahl Poren fuͤr die Haare vorhanden ſein moͤgen, davon iſt man noch nicht feſt uͤberzeugt.
Sollten ſich aber die Haare ihren Weg von der Unterlage der Haut aus ſelbſt bahnen muͤſſen, ſo kann die Anzahl der moͤg— licher Weiſe auf einer beſtimmten Flaͤche erſcheinenden Haare aller Wahrſcheinlichkeit nach doch nur durch die Art des Geflechts in ſeiner groͤßten Ausdehnung bedingt werden; in ſo fern die Durch— kreuzung des Haut⸗Geflechtes bei jedem einzelnen Thier als ein fuͤr allemal beſtimmt anzunehmen iſt.


