4 Erſter Theil. Erſter Abſchnitt. lich mit fort, die ſich an der Luft in Tropfen und zuletzt zum Theil in Fett verdichten.
Bei hinreichendem Wechſel der Luft duͤnſtet der Koͤrper mehr aus, und ſchwitzt weniger.
Die Ausduͤnſtung iſt gleich nach dem Genuß der Speiſen am ſtaͤrkſten, waͤhrend derſelben aber am ſchwaͤchſten.
Ausdehnbarkeit der Haut. Kein Geflecht kann ohne Einhaͤkelung oder Durchkreuzung der Faſern beſtehen.
Die moͤglichſte Ausſtreckung der Faſern bedingt auch die Aus⸗ dehnung des Geflechts nach einer Richtung hin.
Wird aber ein Geflecht nach allen Richtungen zu gleicher Zeit ausgedehnt, ſo hemmt die eine Kraft die andere, die Ausdehnung in die Breite hemmt die in die Laͤnge.
Die Ausdehnung des Hautgeflechts nach jeder Richtung kann alſo nie groͤßer ſein, als die in jedem Augenblick moͤglichſte Aus— ſtreckung ihrer Faſern ſelbſt. Ihre moͤgliche Ausdehnung findet hierin ihre Graͤnze. 3
Zuſammenziehung. Wenn die Urſachen der Ausdehnung aufhoͤren, ſo ſchließen ſich die Geflechte wieder enger zuſammen. Daher heißt die Haut elaſtiſch.
Mit der Ausdehnung und Zuſammenziehung, oder Erweite⸗ rung und Verengung der Haur erweitern und verengen ſich auch die Maſchen, und mit ihnen die Gefaͤße und Oeffnungen, welche die Haut unmittelbar bildet, oder welche mit ihr in Verbindung ſtehen. Auch die Ausduͤnſtung vermehrt oder vermindert ſich mit jenen Veraͤnderungen.
Innere Theile. Die Haut iſt mit Adern, Muskeln und Nerven durchzogen, wodurch Empfindungen, Ernaͤhrung und Be— wegung der Haut dem Thiere moͤglich werden.
Die Hautbewegung iſt bei dem Thiere ſtaͤrker, wie beim Men— ſchen. Eine hieher gehoͤrige Erſcheinung iſt das Erſchuͤttern der Haut bei ihrer Beruͤhrung.
Einwirkende Urſachen. Ihre Ausdehnung und Zuſam— menziehung haͤngt von verſchiedenen Urſachen ab.
Waͤrme dehnt die Haut aus; Kaͤlte zieht ſie zuſammen und hemmt die Ausduͤnſtung; ſtarke Bewegung macht ſie hart; hef⸗ tige Winde bewirken daſſelbe, und trocknen noch außerdem das
Fett aus; anhaltende Feuchtigkeit hemmt die Ausduͤnſtung. Staub hat dieſelbe Folge und zieht das Fett an ſich; Krankheiten deh—
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