Druckschrift 
Ueber Merinos-Schaafzucht in Bezug auf die Erfordernisse der Wolle für ihre Anwendung : ein Versuch als Leitfaden beim Unterricht und zur Selbstbelehrung für Landwirthe ; mit Berücksichtigung nördlicher Gegenden / von Johann Philipp Wagner
Entstehung
Einzelbild herunterladen

6 Erſter Theil. Erſter Abſchnitt.

§. 5. Die Haarwurzel. Die Haarzwiebel wurzelt nicht, reſcitd

wie eine Blumenzwiebel, ſondern ſie iſt mit einer Huͤlle umgeben. Mumen Sie hat feine Zaͤſerchen, welche wahrſcheinlich zur Einſaugung V Ri

der Nahrungsſaͤfte dienen. feſt n Ob jede Haarwurzel nur ein Haar treibe, oder ob mehrere nih 6 Haare von einer gemeinſchaftlichen Wurzel ausgehen koͤnnen, dar ücken uͤber iſt wohl kein Zweifel mehr vorhanden, indem man ſich von di der Wahrheit des erſten Satzes durch die phyſiologiſchen Ent rit bu deckungen hinlaͤnglich uͤberzeugt, und den andern Fall nur als vjeſ, d Ausnahme zu betrachten hat. die dom Sf

§. 6. Das Hervortreten des Haares. Von der Fett⸗ ſein we

lage an der unterſten Hautſchicht aus, dringt der Keim des Haa Es feh res durch die Lederhaut durch, und wird von dem Saͤckchen, das ner W die Wurzel umgiebt, eine Strecke weit begleitet. fiſt ge Es bildet ſich nun eine foͤrmliche Roͤhre, in welche die Nah d rungsſaͤfte aus der Wurzel eindringen, und welche waͤhrend ihres fn, m fluͤſſigen Zuſtandes das Mark der Roͤhre ausmachen. dA Mehrere Anatomen ſind der Ueberzeugung, daß das Haar Halt e

bei ſeinem Austritt aus der Haut von der Oberhaut des Koͤrpers d. umgeben und ſo weiterfort begleitet werde, ſo das die Oberhaut 5 der Haarroͤhre mit der Oberhaut des Koͤrpers in unmittelbarer en Verbindung ſtehe. Ir ri Die Federn wachſen auf eine aͤhnliche Weiſe, nur daß das üniaf Oberhaͤutchen ſie bis auf eine gewiſſe Strecke begleitet. fehr. Die Erfahrung lehrt, daß wenn die Oberhaut des Haares im d Vergehen iſt, ſie ſich in feinen Staͤubchen von einander loͤſet. an hn Ob der Durchgang des Haares von der untern Fettlage bis V

zur Oberhaut ganz frei, oder mit Hinderniſſen verbunden ſei, laͤßt c 8 ſich ſo leicht nicht entſcheiden.-Kes Es laͤßt ſich annehmen, daß die Haut, indem ſie das Haar als 1

bei ſeinem Durchgang umgiebt, auch einen groͤßeren oder geringe clemi ren Druck auf daſſelbe ausuͤben muͤſſe, je nachdem die Art ihres unmt Geflechtes es ihr geſtattet, ſich zuſammen zu ziehen. V d Ungleichheit dieſes Druckes. Nach dem verſchiedenen b ſ di Grade der Anſpannung der Haut oder ihrer Zuſammenziehung fit muͤßte auch der Seitendruck auf das Haar verſchieden ſein. Neh⸗ unth men wir nun die Mitwirkung des Drucks der Luft in ihrem. 1 ki