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der Wollpreiſe. 117
Wohl aber aͤußern die Preiſe verwandter Wollgat⸗ tungen, die ſich gegenſeitig erſetzen koͤnnen, einen gegen⸗ ſeitigen Einfluß. Die Erniedrigung der einen druͤckt auch die andere, und die Erhebung der einen zieht auch die andere nach ſich.
Die Preiſe einer Gattung Wolle koͤnnen ſich nicht zu einer Zeit allenthalben gleich ſein. Die Concurrenz wirft ſich bald hier, bald dahin ſtaͤrker.
Es iſt vielſeitig die Frage aufgeworfen worden, was fuͤr einen Nutzen Maͤrkte eigentlich gewaͤhrten. Die Entſcheidung daruͤber ergiebt ſich aus folgendem Fuͤr⸗ undwider.
Durch oͤffentliche Maͤrkte werden Kaͤufer und Ver⸗ kaͤufer in den Stand geſetzt, das Verhaͤltniß des Be⸗ gehrs zu den Vorraͤthen, der Kaufluſtigen zu den Be⸗ ſitzern beſſer zu uͤberſehen, und Forderungen und Ange⸗ bote zu erfahren. Ohne Maͤrkte dagegen wiſſen beide Theile nicht ſo zuverlaͤſſig, was ſie fordern oder bieten ſollen. Der Eine oder der Andere kann ſich dadurch eine gute Gelegenheit verſcherzen.
Der Kaͤufer fuͤr ſich genießt durch die Maͤrkte den Vortheil, daß er nicht auf das Ungewiſſe reiſen darf, um zu ſehen, ob die Wolle noch vorhanden iſt, ob Gat⸗ tung, Beſchaffenheit und Menge ihm genuͤgen. Dieſer letzte Umſtand koͤmmt beſonders den Kleinfabrikanten zu ſtatten. Auf dem Markte dagegen hat er, je haͤufiger derſelbe beſetzt iſt, in jeder Beziehung freie Wahl. Nur muß er dieſe etwas theurer bezahlen. Dagegen vermei⸗ det er unnoͤthige Reiſekoſten und das Riſiko, ſeinen Be⸗ darf nicht mehr zu finden. Der Beſitzer der beſſeren
„Waare hat dagegen den Vortheil des prompteren Ab⸗
ſatzes und des hoͤheren Preiſes. Nur ſchlechtere Wolle iſt in Gefahr, weit niedriger bezahlt zu werden oder gar


