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Ueber den gegenwärtigen Stand der Merinos-Schaaf-Zucht ... besonders in Europa : nebst einer kurzen Darstellung des gegenwärtigen Ganges des Woll-Handels / von J. Ph. Wagner
Entstehung
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118 XXIII. Ueber die Grundlagen der Wollpreiſe.

liegen zu bleiben. Dafuͤr hat aber auch ein Jeder, der noch zuruͤck ſteht, die beſſeren Muſter vor Augen. Außer⸗ dem riskiren die Beſitzer ganzer Striche nicht mehr uͤber gangen zu werden, was beſonders Einzelnen widerfahren kann, wenn Speculanten in einem gewiſſen Bezirk ſtellen⸗ weiſe aufkaufen, und nun das Geruͤcht verbreiten, es ſei in der ganzen Gegend Nichts mehr zu haben. Auch un terliegen einzelne Schaͤfereien nicht mehr einem nach theiligen Geruͤcht. Ohne Maͤrkte wird am Jordan Alles ſchlecht gemacht, was daſelbſt waͤchſt, Alles vom Phrat aber gelobt, und ſo umgekehrt. Die Beſchaffenheit einzel ner Schaͤfereien wird unterdruͤckt gehalten, wenn nicht gar verſchrien, ſei es nun um Concurrenten abzuhalten, oder weil man die Wolle nicht auf das Angebot hingeben wollte.

Nur einen Nachtheil haben Maͤrkte, welcher bald die eine, bald die andere Partei trifft. Dieſer beſteht in dem Einfluß der Maſſe der Concurrenten auf jedes einzelne Glied, wenn ſich die Menge in Trab ſetzt, ent weder zu kaufen oder zu verkaufen. Der dadurch ent ſtehende Schaden gleicht ſich bei denen, welche ihn uͤber ſtehen koͤnnen, durch den Wechſel der Unſtaͤnde wie⸗ der aus.

Der Maͤrkte duͤrfen nur nicht gleichzeitig zu viel oder zu wenige ſein, und ſie muͤſſen leicht erreicht wer den koͤnnen. Sind ihrer zu viele, ſo ſchwankt der Be ſuch bald hier, bald dorthin. Sind ihrer zu wenige, und iſt die Entfernung zu groß, ſo kommen die entle⸗ genſten Beſitzer am ſchlimmſten davon.

Bei ſchwaͤcherem Begehr haben es die Fruͤhmaͤrkte in der Regel am beſten, bei ſtaͤrkerem aber die Spaͤt⸗ maͤrkte.

Bei zu hohen Proiſer einer Gattung Waare wird