116 XXIII. Ueber die Grundlagen
und X Bedarf weniger einen Ueberſchuß an Vorraͤthen von 50 Prozent uͤber den Bedarf.
Mit der Conſumtion wollner Waaren haͤlt aber der Begehr nach Wolle nicht immer gleichen Schritt. Je groͤßer die Entfernung ihrer Beſtimmungs-Oerter iſt, deſto unbeſtimmter iſt fuͤr die Waarenhaͤndler der Ein⸗ gang der Nachrichten und der Rimeſſen, folglich auch das Vermoͤgen und der Entſchluß der von jenen abhan— genden Fabrikanten und Wollhaͤndler, von neuem zu kaufen. Jeder Woll-Ankauf beruht in der Regel nur auf der Wahrſcheinlichkeit des weiteren Beduͤrfniſſes. Aus den bisher angegebenen Gruͤnden iſt es alſo nicht moͤglich, daß die Wollpreiſe ſich eine Zeitlang auf glei⸗ cher Stufe erhalten koͤnnen.
Man hat es verſucht, fuͤr die Wende-Punkte des Steigens und Fallens der Wollpreiſe beſtimmte Perio— den zu ermitteln, ohne zu bedenken, daß die Beſchluͤſſe der Cabinete uͤber Krieg und Frieden und ihre Verfuͤ⸗ gungen uͤber Ein⸗ und Ausfuhr nach Ablauf der Trac⸗ taten an keine Zeit mehr gebunden ſind. Eben ſo we— nig beſondere Ereigniſſe im Geld- und gemeinen Ver— kehr. So hat das Jahr 1825, wo die Suͤdamerikani⸗ ſchen Anleihen zum Theil in Waaren negoziürt wurden, mit den Jahren 1818 und 1833 Nichts gemein.
Wolle iſt nur ein Theil eines Fabrikats. Daher, wenn andere Huͤlfsſtoffe im Preiſe ſteigen, ſo aͤußert eine ſolche Erſcheinung ihren Einfluß umgekehrt auf die Wolle bei gleichbleibenden uͤbrigen Verhaͤltniſſen.
So wenig die Conſumtion in den verſchiedenen Gattungen der Wollenwaaren gleichen Schritt haͤlt, ſo wenig kann dies auch mit dem Begehr in den verſchie⸗ denen dazu gehoͤrigen Wollgattungen der Fall ſein. Die eine wird vor der andern geſucht.


