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XX. Bedingungen der beſten Nutzung ꝛc. 109
welcher ſowohl Niederungs⸗ als Hoͤhen⸗Schaafe halten koͤnnte, keine Urſache einen Tauſch zu verſuchen. Bei dem doppelten, dreifachen Aufwand an Futter haͤlt den Englaͤnder der hohe Fleiſch-Preis ſchadlos, in Deutſch⸗ land aber koͤnnen wir nur jaͤhrlich auf 1 Lamm mehr, und zuletzt beim Verkauf des Alten nur auf das Drei— fache des Preiſes eines unſerer gewoͤhnlichen Schaafe rechnen. Etwas anders iſt es mit dem Beſitzer in der Niederung.
Bedingungen der beſten Nutzung einer Merinos⸗ Heerde.
Wenn nicht die Naͤhe des Abſatzes einer mittelfeinen Wolle an inlaͤndiſche Fabrikanten ihre Erzielung mit groͤßerem Vortheil anraͤth, ſo iſt es immer beſſer, hoch⸗ veredelte Schaafe fuͤr den Welthandel zu halten.
Man muß nur die Raſſe zu waͤhlen, und die Schaaf⸗Wirthſchaft gehoͤrig einzurichten wiſſen. Das richtige Verhaͤltniß zwiſchen den Vorraͤthen der Nahrung an Weide und Futter und der Kopf⸗-Zahl zu treffen, iſt die erſte Aufgabe fuͤr einen Wirthſchafter. Es bedarf keiner großen Rechnungs-Anlage, um zu uͤberſehen, auf welche Seite ſich der Erfolg einer angemeſſenen Ernaͤh⸗ rung hinwendet. Mancher Beſitzer, welcher den Anfang mit einer kleinen Heerde machte, vergleiche doch einmal den Woll⸗Ertrag derſelben mit dem Ertrage der ſpaͤter vergroͤßerten Heerde. Wenn ihm die erſten 150 Stuͤck 3 Centner Wolle und ſtarke Laͤmmer brachten, ſo wird


