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der Merinos⸗ und hochveredelten Schaafe. 97
len dieſe Wolle, ohne zu wiſſen oder zu bedenken, wie ſehr das Intereſſe der Schaͤferei-Beſitzer dabei gefaͤhrdet ward. Proben von ſolcher Jaͤhrlings⸗-Wolle galten fuͤr
die hoͤchſten zu erſtrebenden Muſter.
Kam zu der an ſich ſo kaͤrglichen Wollergiebigkeit der beſchriebenen Raſſe eine ſchlechte Ernaͤhrung und Pflege, und in Folge derſelben das Wollfreſſen der Laͤmmer noch hinzu, ſo blieb von Wolle faſt gar nichts mehr uͤbrig.
Wer keinen eigenen Zuchtſtamm hatte oder zu ha— ben glaubte, wurde von anderen Beſitzern mit derglei⸗ chen verſehen, und durch die hohen Wollpreiſe geblendet zur Bezahlung eines theuren Preiſes verleitet.
Es lag in der Natur der Sache, daß dieſe Abar⸗ ten auf die Laͤnge der Zeit mit minderfeinen, aber reich⸗ wolligeren und robuſteren Schaafen keine Vergleichung aushalten konnten. Indeſſen zeigten ſich den Beſitzern erſt nach mehreren Generationen die Folgen jener Wahl in den nachtheiligſten Verhaͤltniſſen der Preiſe zu der Wollmenge und in der groͤßten Schwierigkeit ihrer Er⸗ haltung. Sie waren ſchon ziemlich allgemein— und zwar unter dem Namen erſter Elektoral⸗Raſſe— ver⸗ breitet, und bis jetzt haben ſich ihre Spuren nach ſo vielen Jahren noch nicht ganz aus der Mehrzahl der Individuen mancher Heerde verwiſchen koͤnnen.
Wahrſcheinlich lag auch in der ſpaͤteren gaͤnzlichen Ausrottung derſelben aus den Koͤnigl. Saͤchſiſchen Stamm⸗ heerden, welche ebenfalls dergleichen gehabt haben konn⸗ ten, der Grund des Vorwurfs auf der Leipziger Zuſam⸗ menkunft im Jahr 1823, daß ſie naͤmlich nicht mehr ſo viele Elektoral-Wolle lieferten, wie fruͤher, ein Vor⸗ wurf, welchen, inſofern dieſe Vermuthung richtig waͤre, die Adminiſtration wohl auf ſich nehmen konnte, indem
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