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uͤber die Ernaͤhrung. 65
Nach Eroͤffnung der Fruͤhjahrs⸗Weide wird noch einige Wochen lang Rauhfutter nachgegeben und all⸗ maͤhlig damit aufgehoͤrt.
Das Lamm bekoͤmmt 4 Wochen nach ſeiner Ge— burt vom beſten Heu in der erſten Haͤlfte bis zur Weide 4 Pfd. und in der andern* Pfd. Bevor aber nicht eine beſtaͤndige gute Witterung eingetreten iſt, koͤnnen ſie nicht auf die Weide gelaſſen werden.
Mit der taͤglichen Futterfolge wird es ſo fuͤr das Zweckmaͤßigſte gefunden: Stroh, Traͤnke, Heu oder an— deres Futter; Stroh, Traͤnke, Stroh; wobei das Aehren⸗ ſtroh das erſte und letzte Futter ausmacht.
Nach der vorhergehenden Eintheilung des Futters kommen vom 15. September an bis zum 14. Mai, alſo waͤhrend 240 Tage an taͤglicher Heunahrung im Durch— ſchnitt auf den Staͤhr 2½ Pfd.; auf den jungen Staͤhr 1 Pfd.; auf den Hammel 13 Pfd.; auf den jungen Hammel 12 Pfd.; auf ein guͤſtes Schaaf 14½ Pfd.; auf ein einjaͤhriges 1½ Pfd.; auf ein Lammſchaaf 2 ½ Pfd.; auf ein Lamm* Pfd. von ſeiner Geburt an.
Nehmen wir zum ohngefaͤhren Verhaͤltniß einer Heerde 100 Mutterſchaafe, 100 Hammel und 100 Stuͤck Jungvieh; ſo ergiebt ſich ein Durchſchnitt von 12½ Pfd. Heunahrung auf den Kopf als der geringſte, unter wel⸗ chem Merinos-Heerden nicht gehalten werden koͤnnen, mit Ausſchluß der Laͤmmer.
Zur Erhaltung der Gleichmaͤßigkeit des Wollwuch— ſes und des Milch-Zufluſſes ſchneide man niemals eine Art Futter ploͤtzlich ab, ſondern fuͤhre das alte und neue allmaͤhlig uͤber.
Die Vertheilung des fuͤr eine Schaͤferei beſtimmten Futters geſchieht jetzt planmaͤßiger, als vor 40— 50 Jahren. Man zaͤhlt nicht mehr nach Fuder, Raufen
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