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Ueber den gegenwärtigen Stand der Merinos-Schaaf-Zucht ... besonders in Europa : nebst einer kurzen Darstellung des gegenwärtigen Ganges des Woll-Handels / von J. Ph. Wagner
Entstehung
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64 XII. Die nunmehrigen Grundſaͤtze u. Erfahrungen

an nach einigen Wochen unter allmaͤhliger Ver⸗

minderung geſchloſſen wird;

7) auch die Laͤmmer erfordern gehoͤrige Beruͤckſichti⸗ gung 4 Wochen nach ihrer Geburt an; 8) die allmaͤhlige Abnahme der Nahrhaftigkeit des

Futters aller Art erfordert im allgemeinen eine

ſolche Eintheilung, daß auch bei den erwachſenen

guͤſten Haufen anfaͤnglich eine geringere, und ſpaͤ⸗ terhin eine etwas groͤßere Portion gegeben wer— den kann; endlich muß

9) einiger Vorrath fuͤr die Zeit der Schaaf⸗Waͤſche und Wollſchur und fuͤr eintretende Regentage zu⸗ ruͤckbehalten werden.

Ein ohngefaͤhrer Entwurf zur Futtervertheilung waͤre

folgender:

Vier Wochen vor dem Schluß der Weide wird an magerem Heu oder Aehrenſtroh gegeben: auf den Staͤhr 12 Pfd., auf den jungen Staͤhr 2 Pfd.; auf das Schaaf 1 Pfd.; auf das junge Schaaf 3 Pfd.; auf den Ham⸗ mel ¾ Pfd.; auf den jungen Hammel 2½ Pfd.

Die gaͤnzliche Einſtallungszeit kann in noͤrdlicheren Gegenden von der Mitte Oktober an bis Mitte May, alſo 210 Tage gerechnet, und fuͤr die Steigerung der Futter⸗Portionen koͤnnen 3 Perioden, eine jede von 70 Ta⸗ gen angenommen werden. Die alten Staͤhre bekommen in der erſten Periode 2 ½ Pfd. Heunahrung, in der zweiten 2 ½ Pfd., in der dritten 3 Pfd.; die jungen Staͤhre nach derſelben Folge 1 ½ Pfd., 2 Pfd., 2 † Pfd.; die Haͤm⸗ mel 1 ½ Pfd., 2 Pfd., 2 ½ Pfd.; die jungen Haͤmmel 1 Pfd., 1½ Pfd., 1 ½ Pfd.; die guͤſten Schaafe 2 Pfd., 2 Pfd., 2 ½ Pfd.; die jungen Schaafe 1 Pfd., 1 Pfd., 1 ½ Pfd.; die Lammſchaafe 2 Pfd., und von der Lamm⸗ zeit an 3 Pfd. bis zu Ende der Einſtallung.