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Ueber den gegenwärtigen Stand der Merinos-Schaaf-Zucht ... besonders in Europa : nebst einer kurzen Darstellung des gegenwärtigen Ganges des Woll-Handels / von J. Ph. Wagner
Entstehung
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uͤber Raſſen, Woll⸗Art und Leitung der Zucht. 43

chen Umſtaͤnden den Vorzug, indem ein dichterer Haar⸗ ſtand mehr fuͤr Raſſe und Kraͤftigkeit ſpricht, auch fuͤr Koͤrper und Wolle groͤßeren Schutz gewaͤhrt.

Der ſchicklichſte Koͤrperbau zur Erzeugung eines nutzbaren Vließes, wenn die Gleichartigkeit moͤg lichſt erreicht iſt, iſt derjenige, bei welchem zwiſchen der Tiefe des Vorder- und Hintertheils die wenigſte Ver ſchiedenheit herrſchet.

Das letzte Haupterforderniß des Koͤrperbau's iſt Kraͤftigkeit. Schwaͤchlichkeit fuͤhret in der Regel ei nen duͤnneren Stand der Haare, leichtere Empfaͤnglich keit fuͤr Krankheiten und weniger Fortpflanzungs- und Lebenskraͤfte mit ſich. Der ſchwaͤchere Bau zeichnet ſich beſonders durch einen ſchaͤrferen Ruͤcken, ſchmaͤleren Wi⸗ derriß, ſchwaͤcheren Hals und ſchmaͤleren Hinterkopf aus. Der ſtaͤrkere Koͤrper zeichnet ſich aus durch das Gegen theil von dieſem Allen, zugleich aber auch durch eine dichtere und ausgebreitetere Bewachſenheit des Koͤrpers, und insbeſondere durch einen nicht unterbrochenen Woll Beſatz des Hinterkopfs, an welchem man keine Queer⸗ Furche wahrnimmt.

Was die Erkennung der guten Raſſen betrifft, ſo ſind keine anderen Kennzeichen, als die die Beſchaffen heit der Wolle auf dem Schaaf mit ſich bringt, vorhanden, wenn nicht noch im Folgenden ein ſchwacher Beitrag da zu koͤmmt. Es iſt naͤmlich der Schein der Wolle nicht ganz zu uͤberſehen, wie er ſich auf dem Koͤrper des Schaafes uns darſtellt. Ueberblickt man oberflaͤchlich eine Heerde, ſo wird das eine Stuͤck ein ſchwaͤrzliches oder geſchwaͤcht ein ſchwaͤrzlich graues Anſehen haben, waͤhrend ein anderes nur gelblich truͤb oder lehm artig erſcheint. Bei naͤherer Unterſuchung wird man finden, daß in der Regel die beſſere Wolle mit dem er