Schoſſen und Nebenwurzeln abgenommen, wobey dann die Hopfenfechſer geſammelt und die jungen Triebe ſaͤmmtlich abgebrochen, und als Salat geſammelt werden. Krancke Stoͤcke werden ſogleich ganz herausgenom⸗ men, und gleich ein neuer Stock auf deſſen Stelle gelegt. Man laͤßt aber nicht mehr Stoͤcke auf einmal auf⸗ decken, als man ſogleich beſchneiden kann, um ſie noch am Abend wieder zuzudecken. Solches geſchieht, indem man mit der Haue die Erde auf beyden Seiten in der Furche zuſammen und über den Stock herzieht. Der Stock muß dann 2 Zoll hoch mit Erde uͤberdeckt ſeyn. Das Beſchneiden geſchieht mit einem ſcharfen krummen Gartenmeſſer, und muß mit Gewandtheit und Vorſicht vollzogen werden. Es iſt ſolches die Hauptbedingung alles Hopfenbaues. Sind dann die Reben 2— 3 Schuhe hervorgewachſen, welches bald oder ſpaͤte von der Witterung abhäͤngt, ſo werden die Stoͤcke geſtaͤngt. 3
Zu dem Ende werden die im Winter angeſchafften und hergerichteten Stangen aufs Hopfenfeld gefahren⸗ wo unausgeſetzt die Loͤcher zu den Stangen mit dem Stoßeiſen von 1 bis 1 ½ Schuhe Tiefe, nach Verhaͤltniß der Größe der Stangen, gemacht werden. Die Loͤcher werden gegen die Wetterſeite auf halb Schuhe Weite vom Stock gemacht. In das Loch wird dann die Stange eingeſteckt, und feſtgetretten. Hiebey werden die alten unbrauchbaren Stangen gleich ausgeſchoſſen, abgebrochene Spitzen in weiterm Behauen der Stangen erſetzt.
Weibliche Perſonen binden dann von den bervorgeſchoſten Reben 2— 3 der ſtaͤrkſten und geſuͤndeſten, und verſucht feſiſtehende ſo bald als moͤglich links windend um die Stange mit Binnſen, oder auch mit Stroh locket an. Die uͤbrigen Reben werden abgeriſſen, bis auf ein oder zwey ſogenannte Reſervereben, welche man auf dem Boden liegen laͤßt.—
Nun geht es ſogleich uͤber das Behacken. Solches iſt dasſelbe als bey dem neuangelegten Hopfen. Eben ſo geſchieht das zweyte Behacken. Man pflanzt gleichfalls allerley Gemuͤße, vorzuͤglich obere und untere Kohlrabi und Runkelruͤben zwiſchen die Hopfenſtoͤcke. Steht der Hopfen dicht, ſo wird nicht viel aus den Pflanzen wer⸗ den, vorzuͤglich, wenn der Hopfen vollkommen herangewachſen iſt. Nur bey ſolchem Hopſen, welcher weit gelegt iſt, und wo die Anlage nicht breit an Abhaͤngen ſtehet, laͤßt ſich eine Aerndte an Gemuͤße erwarten. Von Zeit zu Zeit wird der Hopfen und die Pflanzen gefrettet, um den Boden vom Unkraute rein zu erhalten.
Spaͤterhin werden die Reſervereben abgeſchnitten, wenn nicht eine davon angebunden worden, und von Zeit zu Zeit die hervorkommenden Reben abgeriſſen; eben ſo wird mit dem Rebenanbinden ſo lange fortgefahren, als man auf 16 Schuhe hohen ganz einfachen Leitern noch an den Stangen hinauflangen kann. Späterhin werden dann 6 Schuhe hoch alle Blaͤtter und Rancken mit dem Meſſer von untenauf abgenommen, und ſolche ſogleich vom Felde weggeſchafft. In ſolcher Art wird aller Hopfen behandelt, nur daß man den ſpaͤten Hopſen nicht uͤber 10 und den rothrebigten Hopfen nicht uͤber 8 Jahre ſtehen laͤßt. Nach der Aerndte werden die in den Furchen niedergelegten Stangen ſobald als moͤglich, auf dem Felde in ſogenannten Kuppeln, wovon
eine 200 bis 250 Stangen zählt, aufgeſteltt..
In kalten Lagen werden die Hopfenſtoͤcke mit Erde bedeckt, indem man mit der Haue Erde aus den Furchen
Handhoch uͤber die Stoͤcke heraufzieht, auch mit einem Hutvoll Miſt im Spaͤtherbſte bedeckt, welches vom
höchſten Nutzen iſt. Das Anlegen jungen Hopfens im Herbſte taugt nichts.
Die Aerndte des Hopfens.
der meiſte Hopfen eigentlich erſt auf dem Boden ſchlechter wird oder verdirbt, vorſichtig, ſachverſtaͤndig und reinlich genug umgehen. Genau beobachte man
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Hiebey merke man ſich: daß man kann mit dem Hopfen nicht⸗ folgende Vorſchrift:
Wenn die Hopfentrollen an den Spitzen der Stoͤcke bisher gruͤnlichweis, anfangen gruͤnlichgelb zu werden,
dieſelben laut riechen, und man bey dem Zerdrücken einer Trolle an den Fingern oͤhligte Theile verſpuͤrt, ſo iſt
es Zeit, den Hopfen zu aͤrndten. Iſt die Witterung warm geweſen, ſo faͤngt die Aerndte Anfangs September,
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