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wenn der alte Hopfen aufgeriſſen, und die Wurzeln beſchnitten werden; dann nimmt man von 4— 6 jäͤhrigen Stoͤcken 5— 4 Zoll lange, kleinfingersdicke, geſunde Fechſer, und bringt ſolche ſogleich friſch aufs Feld, bindet ſolche in einem Tuch vor ſich herum, und ſteckt, waͤhrend ein anderer laͤngſt der Furche hingeht, und alle 4 bis 5 Schuhe in die Furche ein handtiefes Loch hauet, 3 Fechſer in dieſes Loch aber ſo ein, daß die Augen aufwaͤrts ſtehen, und ein Fechſer vom andern 2 Zoll abſteht. Man ſchuͤttet nun ohngefaͤhr einen Hut voll Erde uͤber die Fechſer, ſo daß die Erde zwey Zoll hoch in einem Haͤufchen daruͤber zu ſtehen koͤmmt. Will man nun, daß der neugelegte Hopfen noch im erſten Jahre eine Aerndte geben ſoll, ſo darf man nur eine fette Gartenerde, und oben darauf eben ſo viel fetten ſpeckigten Dung bringen. Wenn man das nicht will, ſo be⸗ deckt man die Fechſer mit Erde, welche man vom Beete nimmt. Dieſe Loͤcher, worinn die Hopfenfechſer geſezt ſind, müſſen aber nach der Schnur ſo angelegt werden, daß ſie mit denen— der naͤchſten Furchen im Quin⸗ kunx zu ſtehen kommen, und daß man von jedem Stock aus in jeder Reihe ſogleich das Ende erblicken kann.
Die Arbeiten am Hopfen auf dem Felde.
Sind nun die Reben des neu angelegten Hopfens 3 Schuhe hoch hervorgewachſen, ſo beſteckt man jeden Stock mit 6— 8 Schuhe hohen Stecken, und weiſt die Reben darum an. Spaͤterhin bindet man die Reben ein bis zweymal an. Niedrige Stecken taugen durchaus nicht. Sodann wird gleich mit dem Behacken des Hopfens angefangen. Solches geſchieht, indem man mit der Haue das halbe Beet in die Furche, worinn die Hopfen⸗ ſtöcke ſtehen, heruͤberzieht. Um Johannis wird dann dieſer Hopfen zum zweytenmal behackt, indem die andere Haͤlfte des Beets gar auf die Hopfenſtöcke heruͤber gebracht wird, und nun da das Beet ſteht, wo zuvor die Furche war. In ſolcher Art ſtehen nun die Stoͤcke uͤber Schuh tief in der Erde, welche ringsum in einer Höhlung von den Reben abgezogen wird, damit ſich das Waſſer in dieſer Hoͤhlung ſammeln kann. Gleich waͤhrend oder nach einem Regen werden die Zwiſchenraͤume zwiſchen den Hopfenſtocken mit Kohl und andern
Gemuüßen bepflanzt, welche dann noch ſpaͤterhin einmal gefrettet werden. Wenn der alte Hopfen eingeaͤrndtet
iſt, dann werden die Reben des jungen Hopfens gleichfalls X Schuh hoch von der Erde abgeſchnitten, und nach Hauße geſchaft, die Stecken ſoßleich geſammelt, und auch zu ſeiner Zeit der Kohl und das dahin ge⸗ pflanzte Gemuͤße geaͤrndtet. Bey ſolcher Kultur laͤßt ſich ſchon eine ſchoͤne Aerndte erwarten, welche die Koſten der Hopfenanlage ſicher bezahlt. Im folgenden Winter geſchiehet an dieſem Hopfen weiter nichts mehr, als daß die Stangen fuͤr das kuͤnftige Jahr herbeygeſchaft werden. Man braucht, je nachdem man den Hopfen nahe oder weit legt— 14— 1600 bis 2000 Stangen. Jeder Stock muß eine Stange erhalten. Zwey oder mehrere Stoͤcke an eine Stange hinzuweißen, taugt nichts, es giebt dann viel Laub, und wenig Hopfen. Auf gutem kraͤftigen Lande, bey vielem Dung darf man den Hopfen naͤher legen. Die ſpaͤten Arten wollen am weiteſten auseinander gelegt ſeyn, da ſie die ſtaͤrkſten Stoͤcke machen. Die Stangen ſind junge Tannen oder Fichten, welche von der Rinde befreyt, glatt gemacht, und unten am dicken Theile geſpitzt werden. Alle Stangen ſollen wenigſtens 30 Schuhe hoch ſeyn. Je hoͤher der Hopfen an den Stangen hinauflaͤuft, um ſo mehr Trollen und ſogenannte Schnuͤre ſezt er an. Letztere haͤngen herab, und ſind voller Trollen. Die Spitzen der Reben aber verlaͤngern ſich, und tragen dann um ſo mehr Trollen. Dem Hopfen in ſchlechten Lagen, bey ſchlechtem Boden, und mangelhafter Kultur giebt man kuͤrzere Stangen. Der ſpaͤte Hopfen er⸗ heiſcht die hoͤchſten Stangen. Im naͤchſten Fruͤhjahre, aber beſſer im Januar— und Februar ſchon, wenn kein Schnee mehr liegt, wird dann der Dung in dem aͤltern Hopfen— bey zweyjährigem angefangt, mit 20 Fuhren aufgebracht, und ſogleich derſelbe in die Furchen eingetragen und eingelegt. So bleibt der Dung liegen bis die Froͤſte aufhoͤren und man die Erde bearbeiten kann. Dann werden die Stoͤcke— auch die erſt im vorigen Jahre gelegten, aufge⸗ deckt, und die Erde ganz in die Furchen, wo der Dung liegt, heruͤbergebracht, und ſo die ganze Wurzel auf allen Seiten von Erde entbloͤßt. Mit Ausnahme des erſt im vorigen Jahre gelegten Hopfens, werden alle Stoͤcke ſtarck bis in die Krone beſchnitten, die Wurzel ausgepuzt, von allen ſchadhaften Theilen befreyt, 2


