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Die Beſchreibung
der
vier bekannten Arten Hopfen nach deren unterſcheidenden Merkmalen.
Der Hopfen mit blauen Rehen. SpäteArt.
De Reben ſind gruͤn, und auf der Seite, wo ſie der Sonne ausgeſezt ſind, blaͤulichroth gefaͤrbt, eben ſo Trollen⸗ und Blattſtiele. Dieſe Art hat im Aeuſſern ganz dasſelbe Anſehen als die weiter unten beſchriebene ſpaͤte Art mit gruͤnen Reben. Die Bluͤthenſtiele ſind noch etwas laͤnger, auch duͤnn und ſchlank, doch ſtehen die Trollen etwas weiter, und die Bluͤthenſtraͤußer ſind ſtarker und mehr ausgebreitet.
Die Trollen ſelbſt aber ſind nicht ſo rund, als an der andern ſpaͤten Art, laufen ſpitzig zu, ſind faſt vier⸗ kantig, kaum Zoll lang, die Trollenblaͤttchen ſind aber eben ſo geſtaltet, und eben ſo lange, liegen aber feſter uͤbereinander, daher ſehen ſie mehr geſchloſſen aus. Zwiſchen den Blaͤttchen liegt in feinen Punkten dann der Saa⸗ menſtaub in beſonderer Menge von einer ganz hellgelben glaͤnzenden Farbe, und ſieht beſonders fein aus— hat auch einen ſehr lauten Geruch, welcher von der Menge des Saamenſtaubs zeuget. Dieſe Art reift am ſpäͤte⸗ ſten. Daher in der vollen Zeitigung der andern Arten die Trollen kaum merklich roth werden. Uebrigens ha⸗ ben die Trollen eine mehr gruͤngelbe— dünklere— Farbe, welche, wenn dieſelben getrocknet ſind, ſich in ein glänzendes hellgelb verwandelt, wo er ſich dann ſchwer von der andern ſpaͤten Art mehr unterſcheiden laͤſt. Wenn er aber nicht ausgezeitiget iſt, dann behaͤlt er nach dem Trocknen eine rauhe gruͤne Farbe.
Die Blaͤtter ſind nicht gar tief eingeſchnitten, und jene Blaͤtter zwiſchen den Trollen mehr klein als groß,
haben aber ganz dasſelbe Aeuſſere als jene der ſpaͤtern Art, nur die Farbe derſelben iſt ſchwarzgruͤn, unten aber etwas blaͤulichgruͤn.
Die fruͤhe beſte Art mit halbrothen Reben.
Die Reben ſind braungruͤn, der Länge nach ſtarck roͤthlich geſtreift. Die, Blatt⸗ und Trollenſtiele zum Theil ganz, zum Theil an der Baſis ſtarck roth, die Trollenſtiele gleichfalls der Laͤnge nach rothgeſtreift. Die Bluͤthenſtraͤußer ſind enge und gefchloſſen, nicht ausgebreitet, die Trollen ſtehen an ſtarken laͤngern Stielen, mehr herabhaͤngend und bilden nur laͤngliche Straͤußer mit wenigen weitſtehenden Trollen.
Die Trollen ſelbſt haben eine glaͤnzende gelbgruͤne Farbe, welche— wenn man ſie genau betrachtet, ins Goldige ſchimmert. Die Trollen ſind laͤnglicht von 6 Linien— bis uͤber einen Zoll. Die Trollenblättchen ſind ſämmtlich beſonders lang, eyrund mit Stachelſpitzen und ſtehen ſehr gedraͤngt aufeinander, wie Schuppen, daher auch die Trollen geſchloſſen und vorne ganz ſpitzig zu laufen. Daher kann auch der gelbe Saamſtaub
durchaus nicht verfluͤchtigen, da die Trollenblättchen feſtuͤbereinander ſtehen. Die Trollen erſcheinen vierſeitig, und haͤngen einzeln, ſelten paarweiße abwaͤrts.—
Die Reife dieſer Art iſt zu erkennen, faͤrbig werden. Dann riechen iſt ſehr fein, und nur in kleine blaͤttchen hervortr
wenn die Trollen braunrothe Flecken annehmen, und ſtarck ungleich⸗ ſie ſehr laut, und zeugen von der Menge des gelben Saamenſtaubs. Derſelbe n Puͤncktchen angehaͤuft, aber in großer Menge faſt bis an die halben Trollen trettend, und von beſonders heller goldglänzender Farbe. Dieſe Art riecht am lauteſten.
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