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Beigelegt iſt einer der jaͤhrlich zu entwerfenden Futterungs— plaͤne, aus dem ſich ergiebt, in welcher Weiſe fuͤr die Schaͤferei das Winterfutter verabreicht wird. Bei demſelben iſt jedoch zu bemerken, daß er fuͤr das, nach dem duͤrren Sommer 1842 ſehr futterarme Winterhalbjahr 18½ berechnet iſt, wo den Schafen keine Kartoffeln, wenig Heu, noch weniger Grummet und nur karg gemeſſen Stroh gereicht werden konnte. Das Vieh iſt uͤbrigens dennoch gut durch den Winter gebracht worden, hat ſo ziemlich die gewoͤhnliche Quantitaͤt Wolle geliefert und außer dem im Futterplan angegebenen ſehr wenig an Getreide noch zugelegt erhalten. In beſſeren Jahren wird fuͤr die Schafe, je nach Alter oder Geſchlecht, taͤglich aufs Stuͤck 3 Pfund Heuwerth gerechnet.
Seit 4 Jahren iſt bei der hieſigen Schaͤferei der Verſuch gemacht worden, Sommerlammung einzufuͤhren; im erſten Jahre wurden nur die gelte gebliebenen und die vierzaͤhnigen Mutter— ſchafe Anfangs Maͤrz zum Bock gelaſſen; allein der reichlichen Ernaͤhrung und der vielen dabei aufgewendeten Wicken, von deren Fuͤtterung man groͤßere Geilheit erwartet, ungeachtet, kamen nur wenige Thiere zu, die wenigen gezogenen Laͤmmer gediehen jedoch ſehr ſchoͤu. Im naͤchſten Jahre ließ man, an— ſtatt fruͤher im September, im December unter, und erhielt 200 ſehr ſchoͤne Laͤmmer. Im naͤchſten Jahr ging man zum Maͤrz uͤber, um die Laͤmmer im Auguſt zu erhalten, wo die Alten gewoͤhnlich die reichlichſte Weide haben. Es wurden nun auch abermals 200 Laͤmmer gezogen, aber die Lammzeit fiel in die ſo trockene Periode des Jahres 1842, wo es weder Weide noch Klee gab und es viele Opfer an Getreide erfor⸗ derte, um das Vieh nicht verkuͤmmern zu laſſen.
Dies hat abgeſchreckt und bewogen, die Laͤmmer im Mai zu ziehen, wo die Alten ausreichende Weide und vom Juni an gewoͤhnlich Klee nach Beduͤrfniß erhalten koͤnnen. Sind


