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Fragmentarische Nachrichten über die landwirthschaftlichen Verhältnisse der Rittergüter Sahlis, Rüdigsdorf und Neuhof, nebst Zubehörungen / [von Wilhelm Crusius]
Entstehung
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Iſt nun anzunehmen, daß der Durchſchnittspreis von 1 Pfund Butter 5 Ngr., von 1 Pfund Kaͤſe 7 Pf. iſt, ſo wuͤrde die jaͤhrliche Nutzung Geldwerth haben: Von einer Allgauer Kuh 27 Thlr. Ngr. 1 Pf. * Schweizer Kuh 26 23 3 GEgerländer Kuh 22 8 7

Schäferei.

Es werden gegen 1500 Stuͤck Schafe gehalten, ohne die jedes Jahr gezogenen Laͤmmer, ungefaͤhr 300 Stuͤck an Zahl. Die Schafe ſind mittelgroßen Schlags, mit feiner, ziemlich aus geglichener Wolle und geben, auf Hammel, Schafe und Jaͤhr⸗ linge im Durchſchnitt berechnet, 2 Pfund Wolle das Stuͤck jaͤhrlich.

Auf dem ſogenannten großen Vorwerk ſtehen ſeit dem Jahre 1842 die Mutterſchafe, Jaͤhrlinge, Laͤmmer und Sprung boͤcke, die alten und jungen Hammel dagegen auf dem Neu hof. Alle Außenweide(Hutung auf fremden Fluren) iſt abgeloͤſt, auch duͤrfen die Schafe nicht in die zu den Guͤ tern gehoͤrigen Nadel- und Laublhoͤlzer gehen, ſie ſind al ein auf die im Eingang erwaͤhnten wenigen Lehden, die Stoppelweide, die Hutung auf den Wieſen bis 1. Mai und nach abgebrachtem Grummet und auf die jaͤhrlich als Weide vor handenen 44 Acker Land, die des darauf folgenden Rapſes wegen brache bleiben und mit Weideklee beſaͤet ſind, beſchraͤnkt. Bei dem ſtarken und im hieſigen Boden ſo ſicheren Kleebau kann den Schafen, wenn die Weide ſie nicht vollſtaͤndig naͤhrt, auch ſpaͤter, wenn die Brache umgebrochen worden, Klee im Stalle vorgelegt werden; außerdem erhalten ſie aber auch noch jeden Morgen vor dem Austreiben ein Futter Stroh. Die Winterfuͤtterung beſteht in Stroh, Heu und Kartoffeln; wenn dieſe nicht ausreichen, in Koͤrnern.